Auf den Äckern leuchten nun seit längerem schon die gold-orangefarbenen Kürbisse und werden an den Straßenrändern zum Verkauf angeboten. Wir lieben diese Zeit, den Wandel von Sommer in den Herbst. Deshalb stehen bei uns die vitaminreichen Kraftbomben heute auf dem Speiseplan. Und wie es der Zufall so will, fällt uns dazu ein ganz besonderes Rezept im Magazin fürs LEBEN in die Hände. Wir möchten dies unbedingt nachkochen, haben aber statt Kokosöl, Rapsöl genommen.
Rezept von: Magazin fürs LEBEN
Ausgabe: 3 | 2022
Portionen: Für 4 Personen
Zubereitungszeit: 50 Minuten
Zutaten:
2 Zwiebeln
50 g Ingwer
1000 g Hokkaidokürbisfruchtfleisch
1 Apfel
2 Möhren
2 EL Öl
1 EL mildes Currypulver
200 ml naturtrüber Apfelsaft
1 l Gemüsebrühe
200 g Hafersahne
Salz
Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer
1/2 Bund Petersilie
4 EL Kürbiskerne
Menü:
Apfel-Ingwer-Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen
Zubereitung
Hier ist unser Warenkorb mit dem Kürbis vom Feld, Bio-Ingwer, Karotten und eigenen Äpfeln.
Zu aller erst die Zwiebeln und den Ingwer schälen und fein würfeln. Dann den Kürbis von den Kernen befreien und in grobe Würfel schneiden. Den Apfel falls gekauft zuerst waschen, vierteln, entkernen und würfeln. Die Karotten schälen und in 1 cm breite Scheiben schneiden.
Zwiebeln und Ingwer in einem Topf mit dem Öl bei mittlerer Hitze andünsten.
Kürbis, Apfel und Karotten hinzufügen und mit Currypulver würzen. 1 – 2 Minuten unter Rührenanbraten, mit Apfelsaft ablöschen, kurz aufkochen und die Brühe hinzufügen. Die Suppe bei schwacher Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Dann mit dem Stabmixer fein pürieren und die Hafersahne untermischen.
Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Die Petersilie waschen, trocken tupfen, Blätter abzupfen und fein hacken. Die Suppe damit vor dem servieren bestreuen.
Parallel dazu bereiten wir karamellisierte Äpfelchen vor und rösten die Kürbiskerne in der Pfanne an.
Nun kann angerichtet werden und wir freuen uns so auf das Essen. Der ganze Raum riecht nach Kürbis und den Gewürzen.
★
Fazit Ein ganz wunderbar leckeres und einfaches Rezept, welches wir jetzt in dieser Jahreszeit nicht zum letzten Mal gekocht haben. Danke dafür!
Spuren von: Kann Spuren von Sesam, Soja, Sellerie und Senf enthalten.
Zusatzstoffe: E 261, E 326, E 330, E 461
Nährwerte pro 100 g:
Brennwert
1253 kJ / 301 kcal
Fett
19,1 g
– davon gesättigte Fettsäuren
1,3 g
Kohlenhydrate
17,3 g
– davon Zucker
< 0,5 g
Eiweiß
13,3 g
Salz
1,38 g
( ☆ ALLE ANGABEN SIND OHNE GEWÄHR. ES ZÄHLEN DIE ANGABEN AUF DER VERPACKUNG.☆ )
Beschreibung: Vegane Schnitzel auf der Basis von Pflanzenproteinen, gegart, paniert, tiefgefroren, zum erneuten Braten oder Backen
Verwendung: Zu Kartoffeln, Klösen, Gemüse und Salat.
Aufbewahrung: Bei -18°C
Produkteigenschaften: pflanzlich, vegan
Zuspeise:
Kartoffeln
Champignons
Zitrone
Zwiebeln
Schnittlauch
Pflanzliche Sahne
Menü:
Schnitzel mit Kartoffelpüree und Champignon-Sauce
Zubereitung
Hier ist die Originalverpackung der veganen Schnitzel von REWE Beste Wahl zu sehen.
Noch in der Folie verpackt wirkt das Außerherum irgendwie einen Ticken zu viel.
Aus der Verpackung jedoch befreit wirkt das Produkt sehr ansprechend. Groß vorallem.
Das ist der Gemüsewarenkorb mit dem wir die Beilage zubereiten werden.
Dafür vierteln wir uns die Champignons…
…und braten sie in der Pfanne an.
Die Kartoffeln schälen wir und schneiden sie in möglichst gleichgroße Stücke. Da das Gemüse verschiedene Größen vorweist, lassen wir die etwas kleineren Exemplare durchaus schon mal ganz.
In etwas Gemüsefond kochen wir sie uns gar.
Den Beilagensalatrichten wir derweil her und beträufeln ihn mit dem Salatdressing..
Eines der beiden veganen Schnitzel geben wir auf die Grilmatte des vorgeheizten Grill.
Die vorab angedünsteten Zwiebeln…
…geben wir währenddessen zu dem zweiten Schnitzel, welches wir in der Pfanne anbraten. Wir möchten beide Varianten ausprobieren.
Alles lassen wir zusammen schön knusprig werden.
Parallel köchelt die Sauce vor sich hin.
Angerichtet ist die Gesamtkomposition von Schnitzel, Champignon-Rahm-Sauce, gedünsteten Zwiebeln, Kartoffelpüree und buntem Gemüse eine Augenweide.
Angeschnitten ist das Innenleben doch sehr saftig.
★
Fazit: Nicht nur größentechnisch können die Schnitzel überzeugen, auch geschmacklich sind sie überaus lecker gewürzt und von der Konsistenz durchaus positiv. Das Schnitzel in der Pfanne war natürlich knuspriger, als vom Grill, weil hier Öl eingesetzt wurde. Jedoch ist auch das Schnitzel vom Grill durchaus zu empfehlen. Das ist dann einfach Geschmacksache, wie man es lieber haben möchte. Die vielen E-Stoffe überzeugen uns nicht, da gibt es andere Alternativen. Ansonsten durchaus zu empfehlen wenn es schnell gehen muss. Daumen deshalb fast nach oben.
Für uns ist es das einfachste der Welt: Aus Überzeugung leben wir pflanzlich vegan. Und das, seit mehr als einem Jahrzehnt. Hossa, wie die Zeit vergeht und vor allem, wie die Anzahl der geretteten Tiere dadurch in die Höhe schießt. Wie viele Tiere durch Dich und uns weiterleben dürfen und welche klimarelevanten Mengen wir im Endeffekt einsparen, kann man sich auf manchen Internetseiten berechnen lassen.
Aber wie schaut es denn bei Euch da draußen aus? Wollt Ihr etwas an Eurem Lebensstil verändern? Im besten Fall ohne tierische Produkte? Werdet Ihr Euch so langsam bewusst, dass das Ausbeuten von Mitlebewesen zum stillen Eures Hungers nicht mehr zu rechtfertigen ist? Machen sich die ersten körperlichen Ziperleins bemerkbar?
Unser aller Ziel sollte es sein, Prävention mit unserem Essen zu betreiben, um unsere Gesundheit zu schützen. Aber auch gleichzeitig dem Tier- und Umweltschutz gerecht zu werden.
Wir geben Euch einen kleinen Einblick, in unseren Speiseplan. Mit welchen Lebensmitteln wir uns wohl fühlen. Ganz wichtig: Nehmt nichts als die ultimative Wahrheit einfach so an, sondern hinterfragt, ob es für Euch passt und experimentiert damit. Jeder Körper hat eine andere Vorgeschichte und andere Bedürfnisse.
Erst mein Gemüsekobold brachte mir die Künste des Würzens bei. Verzauberte mich mit all diesen geschmacklichen Facetten und Geschmacksnuancen und wir lernen auch nach diesen gemeinsamen Jahren jedes Mal neu hinzu, wenn wir ein uns noch unbekanntes Gewürz gemeinsam testen. Die Kombinationsmöglichkeiten scheinen schier unendlich.
Achtet beim Kauf darauf, dass die Gewürze ohne Geschmacksverstärker, künstliche Zusatzstoffe, billige Füllstoffe und Zuckerzusätze auskommen. Außerdem gibt es Monogewürze, aber auch Gewürzmischungen, welche sich im Alltag rentieren, falls ihr eine bestimmte Geschmacksrichtung erhalten wollt.
Aus unseren Rezeptbeiträgen kennt Ihr unseren täglichen Gebrauch des wunderbaren Grüns in all seinen Facetten. Salate in allen Variationen ist unsere Chlorophyll-Quelle in diesem Bereich. Aufgepimpt mit Wildkräutern und knackigem Gemüse eine wahre Bereicherung für uns.
Gartenkräuter
Gartenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Basilikum, Majoran, Oregano und Thymian.
Grünes Gemüse
Wir lieben unsere Grundgemüse, welche saisonal bedingt mehrmals in der Woche bei uns vorzufinden sind. Dazu zählen an aller ersten Stelle unser heiß geliebter Brokkoli und Grünkohl. Gefolgt von Rosenkohl, Spinat, Grünkohl, Bohnen, Blumenkohl, Lauch/Porree, Erbsen, Chicoree, Fenchel, Gurke, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spargel, Topinambur und Wirsing.
Aber auch Champignons werden bei uns in großen Mengen verspeist. Ob roh oder angebraten, beides hat seine Vorzüge.
Hier seht ihr roh marinierte Pilze, welche nicht über 45° erhitzt wurden und demnach all ihre Inhaltsstoffe vorweisen können. Ab und zu eine schöne Alternative zu den herkömmlichen Kochverfahren.
Farbenfrohes Gemüse
Unser buntes Gemüse füllt unsere Zellen mit Pflanzenenergie. Wir lieben die bunte Farbenvielfalt und sind jedesmal verzaubert über die verschiedenen Farbnuancen. Gelber-, roter- und pinkfarbener Mangold, Kohlrabi, Süßkartoffeln, Zucchini und Kürbis.
Aber auch verschiedene Paprika-, Radieschen– und Tomatensorten, am liebsten aus dem eigenen Garten.
Und nicht zu vergessen: Lila-farbenes Gemüse wie Spitz-, weiß-, und Rotkraut, rote Zwiebeln, orangefarbene und lila Urkarotten und natürlich Rote–Beete.
Wildkräuter
Eine Besonderheit stellen die Wildkräuter dar. Kraftvoll wachsen sie aus dem Boden empor. Gleich ob Beton- oder Wiesengrund, die zarten und doch kraftstrotzenden Pflanzen gedeihen überall. Köstlich sind sie und ranken sich uns entgegen. Danke möchten wir sagen, für alle wirksamen Stoffe darin, die uns helfen, gesund zu bleiben.
Vogelmiere, Brennnessel und Löwenzahn, Giersch, Gundermann, Kapuzinerkresse, Klee, Ackerschachtelhalm, Vogelmiere und Garten-Ampfer.
Aber auch Bärlauch, Gänseblümchen und Veilchen.
Für die Wintermonate lassen sich die Wildkräuter trocknen und werden dann von uns pulverisiert und/oder klein gezupft. So haben wir auch in der kalten Winterzeit kein Nährwertdefizit in diesem Bereich.
Fermentation
Bei der Fermentation wandeln Mikroorganismen oder Enzyme organische Stoffe um. Sie zersetzen Zucker zu Ethanol, so wie es bei der alkoholischen Gärung von Wein oder Bier geschieht. Bei der Milchsäuregärung wandeln die Bakterien den Zucker in Lactose um. So entstehen zum Beispiel Sauerkraut, Kefir, Tofu oder Kimchi.
Fermentiertes Gemüse
Wie ihr bestimmt durch unsere Rezeptvorschläge erfahren habt, spielt fermentiertes Gemüse in unserem Herzschatz-Küchenalltag eine große Rolle. Undenkbar, dass wir ohne auskommen sollen. Wir sind stark davon überzeugt, dass die Kulturen darin, unseren Darm und somit unser Wohlbefinden positiv beeinflussen.
Joghurt
Aber auch verschiedene tierleidfreie Joghurt- und Quarkspezialitäten kommen bei uns regelmäßig auf den Tisch. Gerade jetzt im Frühjahr und Sommer, wenn die sprießenden Kräuter einen gewürzten, pflanzlichen Kräuterquark in seiner Nährwertzusammensetzung positiv beeinflussen, möchten wir diese Speise nicht mehr missen. Mittlerweile werden die Joghurts auch teilweise mit Vitamin B12 und/oder Calcium angereichert. Wir wechseln hier bewusst zwischen Soja-, Mandel-, und Lupinenzubereitung.
Vitamine
Zitronen verwenden wir sehr gerne frisch über unseren Gerichten. Vitamin C ist wichtig für unseren Körper. Weitgehendst versuchen wir jedoch möglichst regionale Produkte zu kaufen, um unseren innerländlichen Anbau zu fördern.
An vitaminreichem Obst haben wir hier aus dem Garten und der Region Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Quitten, Himbeeren, Brombeeren und Träuble/Johannisbeeren. Ab und zu gönnen wir uns eine Bio-Orange aus dem Bioladen, welche wir in vollen Zügen genießen können. Gerade getrocknete Aprikosen sind wichtig, auch als Eisenquelle. Ansonsten kommen wir sehr gut ohne exotische Fruchtimporte aus. Im Grunde verspeisen wir hier in der Herzschatzküche Obst nur in homöopathischen Dosen. Das könnt ihr selber handhaben, wie es Euch gut tut. Hört auf Euren Körper.
Keimlinge
Durch den Keimprozess steigt die Konzentration an essentiellen Aminosäuren in Hülsenfrüchten und Getreiden. Deshalb auch hier immer wieder verschiedene Zubereitungsarten testen.
Eine optimale Proteinversorgung ist also in einer veganen Ernährung problemlos möglich und lässt sich mit gekeimten Getreide noch optimieren. Die Biologische Wertigkeit steigt dadurch an.
Am Anfang werdet ihr Euch am Einfachsten mit ganz normalen, fast geschmacksneutralen Alfalfa-Sprossen tun, welche Euren Körper mit gesunder Energie versorgt. Alfalfabedeutet aus dem Arabischen übersetzt „Vater aller Nahrung“ was sich auf den erstaunlichen Nährwert dieser Nahrung begründet. In einem Keimglas angesetzt, könnt ihr bereits nach ein paar Tagen davon naschen. Im weiteren Verlauf könnt ihr die Sorten der Keimsaaten von der Fensterbank erweitern und nehmt peu á peu auch Grünkohl, Kichererbsen, Fenchel, Erbsen, Bockshornklee, Brokkoli und auch Buchweizen hinzu. Alles natürlich in „Keimsaat“-Qualität. Bald werdet ihr herausschmecken, was Euch am liebsten mundet, wie ihr es mit den anderen Lebensmitteln geschmacklich kombinieren und somit regelmäßig in Euren Speiseplan etablieren könnt.
Proteine
Zum Thema pflanzliches, hochwertiges Eiweiß zur Berechnung des eigenen optimalen Proteinbedarfs empfiehlt die WHO 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Normal- bzw. Idealgewicht.
Bei einer kalorisch passenden Energiedichte und einer vollwertig pflanzenbasierten Ernährungsform ist es absolut möglich die Zufuhrempfehlung an Proteinen zu erreichen. Das heißt, ein Proteinmangel ist in den meisten Fällen durch einen Kalorienmangel hervorgerufen, außer es liegen andere organische Gründe vor.
Hülsenfrüchte sind ernährungsphysiologisch sehr wertvoll und unabdingbar bei einer pflanzenbasierten Ernährungsform. Mitunter auch, weil der relativ hohe Gehalt an der essenziellen Aminosäure Lysin von großer Bedeutung ist. Dieser ist für den Aufbau von Muskelprotein wichtig, einigen Hormonen und Enzymen sowie für die Wundheilung und den optimalen Kalzium– und Eisenstoffwechsel im Organismus. Laut WHO benötigt der Mensch 37 mg Lysin pro kg Körpergewicht.
Die Zubereitungsform spielt auch eine gewisse Rolle, da sie die Proteine zum Beispiel aufwertet, aber auch eine Veränderung der Verdaulichkeit in Gang setzt. So kann das Kochen von pflanzlichen Proteinträgern wie den Hülsenfrüchten einige der verdauungshemmenden Stoffe wie Enzym-Inhibitoren drastisch reduzieren und die Verdaulichkeit im Umkehrschluss erhöhen.
Unser pflanzliches Protein decken wir also mit ausreichend Hülsenfrüchten. Anders ist das schier unmöglich. Gekochte rote Linsen schmecken einfach phänomenal, aber auch weiße Bohnen, rote Bohnen, Kichererbsen und gering verarbeitete Produkte wie Sojabohnen, Tofu und Tempeh.
Hülsenfruchtpasta in den verschiedensten Sorten bringen Abwechslung in den Speiseplan.
Gleichwohl auch Sojamilch im Müsli oder Sojajoghurt mit Haferflocken zum Frühstück geben einen guten Start in den Tag.
Vollkorngetreide ist ein wichtiger Bestandteil in der veganen Ernährung. Vollkornhaferflocken setzen wir gerne für Plätzchen ein, welche ein hochwertiges, pflanzliches Fingerfood für unterwegs darstellen.
Vergesst auch nicht die wertvolle Hirse in Eurem Speiseplan.
Vitamin B12
Vegan lebende Menschen sind nicht die einzige Personengruppe, der unter anderem Vitamin B12 fehlt und die diese als Nahrungsergänzungsmittel zuführen sollte. Das liegt an der heutigen Anbauweise, bzw. der durch Pflanzenschutzmittel zerstörten Bodenqualität. Das natürliche Bakterium B12 kann daher über die ursprüngliche Nahrung nicht mehr in ausreichender Menge im Darm aufgenommen werden. Das gilt auch für die Nutztiere, welche B12 und andere Vitamine/Nährstoffe/Mineralien daher supplementiert bekommen um diese dann dem Menschen über ihr Fleisch zuzuführen. Wie paradox! Denn die von der konventionellen Ernährung strapazierte und verklebte Darmoberfläche, ist nicht mehr in der Lage ausreichend Vitamine und Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Weshalb die B12 Zufuhr gerade auch bei Tierqual-Verzehrern hier nicht gewährleistet ist.
Weitere wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie zum Beispiel Vitamin B2,Vitamin D, Kalzium, Zink, Selen, Jod, und Eisen entnehmt ihr bitte lobbyunabhängiger Fachliteratur.
Die Sojalüge
Das Thema Soja ist ein zweischneidiges Pferd. Wer überhaupt keinen Bezug dazu findet und sich damit nicht anfreunden möchte, kann auf andere Produkte zurückgreifen, wie Erzeugnisse auf Basis von Erbsenprotein und entöltemSonnenblumenkernmehl, oder auch auf Pflanzenjoghurts, aus Mandel oder Lupinen, zurückgreifen.
Die Sojabohne an sich ist eine Hülsenfrucht unter vielen, die jedoch im Vergleich zu anderen Hülsenfrüchten mehr Protein, mehr Fett und weniger Kohlenhydrate enthält. Durch die darin enthaltenden Isoflavone, steht von mancher Quelle der Vorwurf im Raum, dass die Sojabohne negative, gesundheitliche Effekte mit sich bringt. Da muss sich jeder selbst darüber informieren.
Meist Gegner der veganen Lebensweise, bringen seltsame Geschichten über die Zerstörung des Regenwaldes, aufgrund der veganen Lebensweise und dessen überdimensionalen Konsum heraus. Ein durchschnittlicher Bürger bei uns verzehrt jedoch nur einen geringen Teil als Sojaprodukte.
Wohl keiner der bekannten Produzenten von Tofu, Sojamilch und anderen Sojaprodukten für den menschlichen Verzehr bezieht Soja aus Gebieten des Regenwaldes.
Der allergrößte Teil des von dort stammenden Sojas wird zur Fütterung von Nutztieren für die Fleisch-, Milch-, Käse-, und Eierproduktion verwendet und somit nur indirekt vom Menschen verbraucht. Die Zerstörung der Tropen findet „Direkt“ durch den Verzehr der Tiere statt.
Gesunde Fette
Fakt ist: Das Wissen rund um die Omega-3-Fettsäure namens Alpha-Linolensäure und der Omega-6-Fettsäure namens Linolsäure ist äußerst wichtig, denn diese beiden Fettsäuren müssen in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis über die Nahrung zugeführt werden, um die Gesundheit zu gewährleisten.
Nüsse und Samen sind im Rahmen einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung der ideale Fettlieferant und sollten isolierten Pflanzenölen vorgezogen werden. Pflanzenöle müssen bei gesunden Menschen nicht aus dem Speiseplan gestrichen werden, aber sie sollten im Rahmen der Kalorienbilanz nicht zu Lasten des täglichen Nuss- und Samenverzehrs gehen.
Nehmt also Nüsse und Samen in Euren Speiseplan mit auf. Kürbiskerne, Sesam, Pistazien, Mandeln, Haselnüsse, Hanf– und Leinsamen beinhalten wertvolle Fettsäuren. Aber auch Sonnenblumenkerne und vor allem unsere heißgeliebten Walnüsse.
Dr. Michael Greger schlägt hier übrigens vor, Eier in Rezepten durch ein Leinsamen-Ei zu ersetzen. Das funktioniert tatsächlich und ist deshalb auch sehr interessant, da den geschroteten Leinsamen darin, trotz Hitze beim Backen, der Großteil der Omega-3-Fettsäuren und der Lignane erhalten bleiben. Probiert es aus.
Seitan
Seitan bekommt uns gut und wir stellen mit dem Pulver sehr viel selber her. Gleichwertige Fertig-Produkte sind etwas teurer, jedoch in großer Vielfalt in unterschiedlichsten Formen zu kaufen.
Weitere Zaubermittel in unserer Küche
Hefeflocken, Bio-Sojasoße, Balsamico–Essig, Gemüse–Brühe, Kichererbsen-, Hanf-, und Hirsemehl, Bio-Erdmandeln, pflanzliches Proteinpulver, La Vita-Saft, Vitamin D, Vitamin B12.
Zubereitungsformen
In seinem Buch „How Not to Die“ beschreibt Dr. Michael Greger eine Methode, die als Hacken- und Warten-Technik beschrieben wird. Dabei können alle Personen, die auch über gekochten Brokkoli oder Rosenkohl die Maximalmenge an ITC´s, die sogenannten Isothiocyanate, erhalten wollen, profitieren.
Im Grunde sind ITC´s natürliche Pestizide zum Schutz der Pflanze vor Mikroorganismen und Insekten. Wie sich aber herausgestellt hat, profitieren auch wir Menschen gesundheitlich davon. Es handelt sich um Senföle. Diese Stoffe sind nachgewiesener Maßen antiviral und sollen den Krankenverlauf bei manchen Krebsarten positiv unterstützen.
Das Ziel in der Gemüsezubereitung sollte also lauten: So viel als möglich ITC´s in den Kreuzblütlern entstehen zu lassen, um gesundheitlich zu profitieren.
Zwischen dem Schneiden und der weiteren Erhitzung sollen dabei 40 Minuten vergehen, damit die Kreuzblütler ausreichend ITC´s bilden können. Eine zeitsparendere Methode wäre es, einfach in das gekochte Gemüse, etwas rohe Kreuzblütler zuzugeben. Dann geht ihr auf jeden Fall auf Nummer sicher. Gebt am Ende wie immer bei uns etwas Zitronensaft oder Essig über das Essen. Das Verstärkt den Effekt. Das Buch ist übrigens sehr empfehlenswert, wenn ihr Euch mit dem Thema näher befassen möchtet.
Unsere Ernährungsrichtlinien
Durch krankheitsbedingte Vorgeschichten, halten wir uns überwiegend an die Empfehlungen und Ernährungsrichtlinien von Dr. Neal D. Barnhard, der uns mit seiner allumfassenden Ernährungsmethode überzeugt und uns körperliches Wohlbefinden damit beschert. Sein allgemeiner Grundsatz beruht auf folgender Empfehlung: „Kaufen Sie Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs. Vermeiden Sie alle tierischen Produkte und verwenden Sie pflanzliche Öle nur in minimalen Mengen. Bevorzugen Sie Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (GI)“.
Dr. Esselstyn ist einer der bekanntesten Ärzte weltweit, der auch schwerste Herzerkrankungen mit einer speziellen Ernährung heilen kann. Mit seinem Ernährungskonzept lassen sich Herzerkrankungen vorbeugen, das Fortschreiten stoppen und die Folgen tatsächlich wieder rückgängig machen. Die Ernährung ist rein pflanzlich, sehr fettarm und äußerst nährstoffreich. Den Erfolg seines Ernährungskonzepts hat Dr. Esselstyn in mehreren Langzeitstudien beweisen können. Wir lieben seine Bücher und haben uns zu Anfang hier Inspirationen geholt. Vorallem haben auch seine Tochter und seine Frau an den Rezeptbüchern mitgeschrieben. Nach einer Weile geht die Zubereitungsform in Herz und Blut über, weshalb wir zum jetzigen Zeitpunkt frei aus der Zauberwaldfeder in der Küche experimentieren.
Inwieweit diese Konzepte zu Euch passen, solltet Ihr für Euch herausfinden.
Bio
Der Kauf von Bio-Produkten macht Sinn. Sowohl für unsere Gesundheit, als auch für unsere Mutter Erde. Das staatliche Bio-Siegel setzt das Mindestmaß fürs Öko-Essen. Demeter-Hersteller leisten mit der Biodynamischen Wirtschaftsweise erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung vorschreibt. Das kommt auch hier der Qualität der Lebensmittel ebenso zu Gute wie der Umwelt. Trotzdem werden hier Tiere benutzt. Zwar kommen Biologisch-Dynamische Präparate aus Kräutern und Mineralien zum Einsatz, aber eben auch Kuhmist. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte unterstützt den veganen friedfertigen Landbau, oder kauft bei Landwirten, die ihren Hof auf tierleidfrei umgestellt haben, denn die bio-vegane Landwirtschaft kommt komplett ohne Nutztiere und ohne tierische Produkte aus. Erkundigt Euch, ob es in Eurer Wohnortnähe vielleicht eine bio-vegane SoLaWi gibt.
Pflanzliche Lebensweise
Eine aktuelle amerikanische Studie besagt, dass mit dem Veganismus 390 Millionen mehr Menschen ernährt werden könnten. Das sind ungreifbare Zahlen. Bislang geht ein Drittel der Lebensmittel, die von Landwirten in den USA produziert werden, durch Verderb oder ineffektive Lieferketten verloren. Ein weiterer Faktor, der zur Lebensmittelverknappung führt ist natürlich die hohe Nachfrage an Tierfuttermitteln. Der Anbau von Futterpflanzen in Kombination mit der Tierhaltung selbst frisst die meisten Ressourcen. Nachzulesen (auf englisch) hier und hier.
Fazit:Das Ergebnis daraus besagt, dass die USA alle 327 Millionen Amerikaner (plus hypothetische 390 Millionen mehr) ernähren könnte, wenn sie auf eine vegane Ernährung umstellen würde!
In Deutschland wurden im Jahr 2017 57,2 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Futterpflanzen genutzt, nur 26,9 Prozent für pflanzliche Nahrungsmittel. Viele Länder in Europa, darunter auch Deutschland, können ihren Bedarf an Futtermitteln nicht im eigenen Land decken und müssen Futtermittel aus dem Ausland importieren. Die Fleischproduktion beansprucht deshalb auch Agrarflächen in Übersee. Im Zentrum steht hier vor allem die Produktion von Soja in Südamerika. Deutschland beanspruchte im Jahr 2015 durch den Import von Futtermitteln für die eigene Nutztierhaltung im Ausland insgesamt fünf Millionen Hektar. Man spricht hierbei von einem Flächenimport oder einem „virtuellen Landhandel“, das gleiche gilt auch für Wasser! Vergessen darf man hierbei nicht die Verschmutzung von Böden und Grundwasser durch die Entsorgung der Exkremente auf die Felder. Nitrate, Arzeneimittelrückstände und andere Stoffe gelangen in großen Mengen ins Grundwasser und müssen aufwendig herausgefiltert werden. Doch auch der Boden wird durch Überdüngung zerstört, bis er nicht mehr zur Erzeugung von Nahrungsmitteln genutzt werden kann.
Dies sind nur zwei Paradebeispiele. Umzuwälzen selbstverständlich auf alle anderen Länder auch!
Nein danke
Palmöl ist für uns das absolute no-go unter den Zutatenlisten. Unverständlich wie manche Hersteller dieses immer noch verwenden. Haltet auch hier Eure Augen auf, denn es geht wie immer um viel Geld. Sehr viel Geld. Und die Produzenten behalten es teilweise immer noch bei. Als Beispiel hier die Nuss Nougat Creme Nutwave. Hier habt ihr eine Schoko-Creme komplett ohne Palmöl. Mit gerade Mal vier Zutaten. Im Umkehrschluss schaffen es dann manch andere Firmen nicht ihre Schokocreme palmölfrei herzustellen. Und nicht nur bei diesem Produkt. Also lest Euch bitte auch bei bio veganen Produkten immer die Zutatenlisten durch. So etwas sollte nicht unterstützt werden.
Auch Avokados spielen bei unserer überzeugten Lebensweise absolut keine Rolle, da wir diese Frucht weder im Lokal bestellen, als auch vermeiden zu kaufen. Zu negativ ist hier die Ökobilanz. Wir verstehen den Hype darum überhaupt nicht.
Convenience-Produkte
Verarbeitete vegane Produkte sind, wie ihre mit Tierleid produzierten „Originale“, aufgrund ihres oftmals hohen Gehalts an Salz, zugesetzten Fetten, Weißmehl und Zucker sowie ihrer oft hohen Kaloriendichte bei gleichzeitig niedriger Nährstoffdichte, stark zu reduzieren. Jedoch gilt auch hier: „Die Dosis macht das Gift“.
Für den Einstieg in die tierleidfreie Lebensform, gibt es pflanzenbasierte Alternativen. Auch wir nutzen diese, wenn uns danach ist und beobachten die Entwicklung in diese Richtung sehr positiv. Lasst Euch bitte nicht von den Medien beeinflussen, dass diese Produkte aus so vielen Zutaten bestehen und aus dem Chemiebaukasten stammen. Auch wenn es mehr Zutaten sind, so sind diese doch pflanzlich, ohne Genmanipulation, ohne Arzneimittelreste, ohne Hormone und somit keinesfalls ungesünder als die Tierqualprodukte. Gesund an sich als Dauerkonsum bestimmt nicht. Nachzulesen über unseren Convenience-Bereich.
Noch eine Bitte zum Thema der öffentlichen Berichterstattung zur pflanzlichen Ernährung: Hört nicht auf diese von der Tierquallobby verbreiteteten Falschinformationen. Eine ausgewogene pflanzliche Ernährungsform ist für jedes Alter und jede Lebensphase geeignet und am gesündesten. Da diese aber für Umsatzeinbußen in den entsprechenden Tierqualbetrieben und der Pharmaindustrie sorgt, wird Vegan als gefährlich und ungesund dargestellt. Schaut einfach mal offen ins Netz und besonders virtuell über den Teich, dort sind viele Ärzte oft viel weiter und in der größten Ernährungsgesellschaft wird diese unsere Lebensweise uneingeschränkt empfohlen.
Ein liebevolles Miteinander
„Gemeinsam im Alltag 5e gerade sein lassen“. Wenn zu viele Vorhaben beim Umstieg auf die vegane Lebensweise von jetzt auf gleich umgesetzt werden sollen und auch von der Außenwelt wenig hilfreiche Tipps kommen, geraten manche Menschen ins Straucheln, was gar nicht sein muss. Mut zur Lücke und vor allem Menschen um einen, die diesen liebevollen Weg schon eingeschlagen oder den Umstieg schon hinter sich haben. Das gibt Kraft und Sicherheit im eigenen Tun. Es gibt in jeder Gegend Tierrechtsbewegungen, oder vegane Gruppen, die sich über neue Gesichter freuen. Die Euch dabei unterstützen, wenn ihr Hilfe im Alltag benötigt. Auch im Netz findet Ihr viel Unterstützung. Zu empfehlen ist auch Provegan von Dr. med. Heinrich mit vielen Hintergrundinformationen. Habt Euch gern.
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Hoffentlich konnten wir Euch weiterhelfen und motivieren, die vollwertig, individuell fettfreie, pflanzenbasierte Lebensweise auszuprobieren. Und nun, viel Spaß beim Experimentieren und genießen, mit vielen positiven Erfahrungen die Ihr dadurch hoffentlich erleben werdet.
Heute sind wir in Nürnberg, die vor fast 1000 Jahren erstmal urkundlich erwähnt wurde und eine der bedeutendsten Städte im Spätmittelalter war. Hier musste jeder neugewählte deutsche König, seinen ersten Reichstag abhalten. Das war wohl auch ein Grund, warum das NS-Regime die wunderbare Kulisse zur Selbstdarstellung nutze. Das Reichsparteitagsgelände zeig vom Größenwahn der Nazi-Größen, jedoch aber auch die Manipulierbarkeit der Menschen durch grandios inzidierte Propaganda.
Glücklicherweise ist aus dem Wahn des tausendjährigen Reiches nichts geworden, dieser wurde mit Bombenhagel beendet. Wenn man Originalaufnahmen von Nürnberg sieht, wie es nach den Angriffen um die Stadt gestellt war, kann man sich nur wundern, was daraus wieder erstanden ist. Den ArchitektenHeinz Schmeißner und Wilhelm Schlegtendal sei Dank, dass die Stadt so wieder aufgebaut wurde, als ob nichts passiert ist.
Nun aber zu unserem Trip bei schönem Wetter und wunderbaren Eindrücken.
Nürnberg – Kaiserlich, köstlich, kultig! So lesen wir den Slogan über die Stadt und freuen uns, was uns hier alles erwarten wird. Nach dem Durchqueren der alten Stadtmauer erkennt man den Charme der Stadt, Alt und Neuharmonisch nebeneinander, wobei die Neubauten niemals hervorstechen.
Oben auf dem Bild zu sehen ist der Weiße Turm, der ursprünglich wohl als Mautstelle diente, nun der Zugang zur U-Bahn darstellt.
Das Erste, was uns besonders auffällt ist das Ehekarusell (Ehebrunnen), welches das Auf und Ab des Ehelebens mit überlebensgroßen Figurengruppen darstellt. Von der ersten großen Verliebtheit bis zum Tod. Faszinierend und gleichzeitig auch erschreckend, aber so ist Kunst.
Wir spazieren durch die Stadt und entdecken immer wieder schöne Aussichten, besonders dort, wo der Fluss Pegnitz einen Weg nimmt.
Natürlich kommt langsam auch der Hunger, aber zum Glück gibt es hier genügend pflanzliche Angebote. Besonders lecker ist hier eine Gemüsepizza, mitten in der Einkaufsmeile. Grandios!
Pizz & Vita: Königstraße 36, Nürnberg, Nähe der Lorenzkirche.
Das Deutsche Bahn Museum Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg
Nun besuchen wir das Deutschen Bahn Museum und freuen uns darauf. Dies hier ist der Wagen Nr. 8, der Personenwagen III. Klasse der Ludwigs-Eisenhahn.
Eine faszinierende Ausstellung, zumal wir einige Züge gesehen haben, welche noch vor kurzem bei den Schwiegereltern im Keller gestanden haben, hier besonders der König-Ludwig-Zug. Gesehen haben wir hier den Salonwagen und den Terrassenwagen von König Ludwig II. von Bayern. Wir können Euch nur empfehlen hier vorbeizuschauen. Das lohnt sich wirklich!
Ein ganz wundervolles Erlebnis!
Falafel Al Shula Frauentorgraben 69, Nürnberg.
Je später der Abend, desto knurriger der Magen, die Kilometern zerren an den Reserven (bilde ich mir zumindest so ein ツ ) und wir finden einen kleinen orientalischen Imbiss mit frischen Falafel und Salat.
Sehr nette Menschen und leckeres Essen.
Das Reichsparteitagsgelände Nürnberg
Der heutige Tag führt uns dann in die andere Richtung Nürnbergs zur dunklen Epoche des NS-Regimes. Wir begeben uns auf dem Weg zum Reichsparteitagsgelände. Wir sind einige Kilometer bis dorthin zu Fuß unterwegs und auch hier vor Ort verlieren sich keine Kilometer.
Wir besichtigen das DokumentationszentrumReichsparteitagsgelände und Memorium der Nürnberger Prozesse. Das Memorium Nürnberg ist der Originalschauplatz der Nürnberger Prozesse. Der Prozess gegen die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes begann am 20. November 1945. Ton- und Filmdokumente geben die Geschichte, den Verlauf und die Folgen des Verfahrens lebhaft wieder. Definitiv eine einprägsame Unternehmung in Nürnberg. Auch wenn es uns im Innern viel zu voll war.
Die unvollendete Kongresshalle.
Nach einigen Kilometern kommen wir dann am besagten Gelände an, einerseits faszinierend, anderseits ernüchternd. Gar nicht gefallen hat uns die Tatsache, dass hier Konzerte gegeben werden und am ParteitagsgeländeAutorennen usw. durchgeführt werden. Von einem Mahnmal wie angekündigt, ist hier nichts zu erleben.
Die Zeppelinhaupttribüne mit Sprecherkanzel.
Der letzte Blick auf die Kongresshalle über den großen Dutzendteich hinweg.
Der Handwerkerhof Nürnberg Königstraße 82, 90402 Nürnberg
Seit seiner Gründung im Dürerjahr 1971 begeistert der Handwerkerhof Millionen von Besuchern. Im Schutze der historischen Stadtmauer liegt der ehemalige Waffenhof der Reichsstadt. Hier sollen vergangene Zeiten lebendig werden! In den kleinen Fachwerkhäusern und engen Gässchen bieten Handwerker ihre Ware feil, laden urige Wirtschaften zu Speis und Trank, erwacht traditionelle Handwerkskunst zum Leben.
Gemütlichkeit herrscht hier, weshalb wir uns auch niederlassen und etwas Trinken. Zu heiß sind die Temperaturen heute. Wie eine kleine abgeschottete Welt kommt mir dieses niedliche Areal vor.
Die Kaiserburg
Am Nordrand der Altstadt erhebt sich über den roten Ziegeldächern die Kaiserburg. Klar, zu einem Besuch in Nürnberg gehören die historischen Höhepunkte natürlich dazu. Also nichts wie rauf auf den Burgberg und von der Kaiserburg den Blick über die Stadt genießen.
Die Kaiserburg Nürnbergs lädt ein, sich auf die Spuren des mittelalterlichen Nürnbergs zu begeben!
Alle römisch-deutschen Kaiser verweilten übrigens zwischen 1050 und 1571 hier. Das Innere der Kaiserburg ist geschmückt mit Gemälden und Wandteppichen, sowie Möbeln des 16. Und 17. Jahrhunderts. Auch der idyllische Burggarten lohnt sich allemal.
Vor der Kaiserburg sitzt ein ganz wunderbares freundliches und musikalisches Paar.
Das Stadtbild ist von mittelalterlicher Architektur wie den Festungsmauern und Türmen der Altstadt geprägt
Vegöner – Vegan Döner und Fast Food Poppenreuther Str. 10, 90419 Nürnberg
Unser Hunger führt uns jetzt in einen super tollen Imbiss, genannt Vegöner.
Dort bestellen wir einen pflanzlichen Döner und eine Currywurst mit Pommes zum Mitnehmen.
Mit einem gemischten Salat auf dem Hoteldach ein Genuss!
Und wieder auf Achse: An der Karlsbrücke, eine der unzähligen Brücken Nürnbergs.
Das Albrecht-Dürer-Haus Albrecht-Dürer-Straße 39, 90403 Nürnberg
Hier ist es:Wir stehen vor dem Albrecht-Dürer-Haus. Hier ist eine Reise durch das Leben und die Werke Dürers möglich. Verteilt über 4 Stockwerke kann hier die Geschichte Dürers in Nürnberg erlebt werden. Das ehemalige Wohnhaus befindet sich unterhalb der Kaiserburg und ist heute ein Museum.
– Schatzkammer unter der Burg –
Historischer Kunstbunker – Führung!
Der historische Kunstbunker bedeutet eine Zeitreise in die Nürnberger Unterwelt!
Wir haben im Rahmen einer Führung die einzigartigen Felsenkellergänge besichtigen dürfen. Eine Vielzahl an Gängen und Gewölben wurden hier im Mittelalter in den Felsen geschlagen. Über Jahrhunderte hinweg wurden die Kelleranlage zur Reifung und Gärung des Bieres verwendet. Nach Erfindung der Kühlanlagen wurden dort Gurken eingelagert und im zweiten Weltkrieg dienten die Gewölbe als Bunker.
Im Neutorzwinger (zwischen Haller- und Neutor) finden wir einen Heilpflanzengarten, der in der warmen Jahreshälfte öffentlich zugänglich ist. Über eine Tür beim Neutorzwinger gelangen wir auf die nördlichen Befestigungsanlagen mit dem Bürgermeistergarten und den Burgbasteien.
Leider hat auch hier die Hitze zugeschlagen und wir finden nur kläglich verdorrte Pflanzen, oder auch nur die Namensschilder dessen vor.
In der Weißgerbergasse findet sich das größte Nürnberger Ensemble alterHandwerkerhäuser. Überwiegend mit Fachwerk versehen, zeugen die historischen Bürgerhäuser, oft mit eigenem Brunnen und einem Garten, vom Wohlstand, den das Lederhandwerk mit sich brachte. Statt der geschäftigen Gerber im Mittelalter beleben heute Cafés, Bars, kleine Läden und Handwerksbetriebe die Weißgerbergasse.
Kloster Obere Wörthstraße 19, 90403 Nürnberg
Dieses kleine, feine Pub entdecken wir in einer Gasse unweit dem Hänkersteg.
Wir werden sehr freundlichbegrüßt und fühlen uns sofort ganz heimelig. Wir bestellen das vegane Curry mit Reis, was wirklich die beste Entscheidung war. Es ist nur zu empfehlen.
Nach dem leckeren Essen gehen wir weiter und erkunden die engen Gassen.
Die „unauffindBar“ entdecken wir am vorrübergehen. Uns hat der Name gefallen.
The Sweet Vegan Vordere Sterngasse 25, 90402 Nürnberg
Der Tag war lang und wir besuchen nun das The Sweet vegan-Café, bestellen uns etwas zu trinken und machen es uns für eine kurze Pause im Außenbereich gemütlich.
Direkt daneben an, duftet es nach orientalisch, veganemEssen…
„Was bedeutet Etyok? Etyok bedeutet auf türkisch „kein Fleisch“ und genau das möchten wir beweisen, dass Döner ohne Fleisch ein kulinarischer Genuss ohne Verzicht sein kann. Dazu ist unser Kebab sehr proteinhaltig.
100% ERBSENPOWER – 100% LECKER – 100% VEGAN“
Das gefällt uns und wir möchten gerne etwas zum Essen mitnehmen.
Wir bestellen eine doppelte Portion veganen Döner ohne Brot mit einer kräftigen Knoblauchsoße zum Mitnehmen.
Zuhause im Hotel mit unserem leckeren Salat ein ganz leckeres Essen.
★
Fazit: Nürnberg zählt für uns als eine der vielfältigsten Städte Deutschlands: Ob es unsere Geschichte betrifft, die kulturellen Gegebenheiten, Sehenswürdigkeiten und vegane Angebote, es ist für jeden etwas dabei. Wir waren nicht zum letzten Mal hier.
( ☆ ALLE ANGABEN SIND OHNE GEWÄHR. ES ZÄHLEN DIE ANGABEN AUF DER VERPACKUNG.☆ )
Hierzu der Hersteller:
„Auf der Suche nach der besten pflanzlichen Räucherlachs-Alternative? Suchen Sie nicht weiter. Sie haben es gefunden.
Revo™ Smoked Salmon ist nicht nur köstlich, sondern auch nahrhaft und versorgt Sie mit Proteinen, Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und vielem mehr. Hergestellt aus Algenextrakten, dem neuen Superfood, wird es die Art und Weise, wie wir Meeresfrüchte essen, verändern.
Gleichzeitig ist Revo™ Smoked Salmon frei von Schwermetallen und Giftmüll. Nachhaltig in Europa hergestellt, nimmt es nicht an Überfischungsmethoden oder menschlicher und tierischer Ausbeutung teil.“
Der „Revo Salmon“ basiert auf Erbsenprotein, nicht auf Karotten, was bei uns die Vorfreude weckt.
Menü:
Lachs-Zucchini-Röllchen und Pumpernickel-Frischkäse-Happen
Zubereiten
Wir haben den veganen Lachs zu allererst pur probiert und empfinden die Ähnlichkeit zu herkömmlichem Räucherlachs fast schon gespenstig.
Wir werden uns damit auf der einen Seite Lachs-Zucchini-Röllchen und auf der anderen Seite Pumpernickel-Frischkäse-Happen zubereiten, um die Tauglichkeit des Produktes im Real-Life zu erproben.
Wie wir es von Büfetts kennen, bestreichen wir die Pumpernickel im ersten Schritt mit Frischkäse und/oder Butter und geben die Lachsscheiben in Rosenform darauf. Das gestaltet sich ganz einfach, weil die Konsistenz dafür optimal ist! Es reißt oder bricht rein gar nichts.
Für die Zucchini-Röllchen bestreichen wir eine lange Zucchinischeibe mit Frischkäse, geben eine Lachsscheibe darauf und rollen es ein.
Zusammen richten wir es mit eine paar Gurken und Tomatenscheiben auf dem Teller an.
Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Konsistenz der Happen mich umgeworfen hat. Der feine Schnitt durch das Produkt zeigt, dass sich der Lachs fein säuberlich schneiden lässt und somit dem „echten“ Produkt in nichts nachsteht. Vielleicht könnt ihr es auf dem Bild erkennen.
★
Fazit: Der „Revo Salmon“ schmeckt fein nach Räucherlachs und hat eine ganz ähnliche Konsistenz und Farbe. Optisch überzeugt er uns deshalb. Die Zusammenstellung der Zutaten ist für uns passend. Es ist außerdem das erste Produkt mit dem Einsatz von Leinöl für uns. Dieser Lachs überzeugt uns allgemein und wir werden ihn bei der nächsten Familienfeier definitiv servieren. Daumen nach oben.
Allergene:DIESES PRODUKT WIRD IN EINER FABRIK HERGESTELLT, DIE GLUTEN, SOJA UND MILCH VERARBEITET.
Nährwerte pro 100 g:
Brennwert
976 kJ / 234 kcal
Fett
15,4 g
– davon gesättigte Fettsäuren
1,2 g
Kohlenhydrate
8,8 g
– davon Zucker
1,3 g
Eiweiß
13,5 g
Salz
1,52 g
( ☆ ALLE ANGABEN SIND OHNE GEWÄHR. ES ZÄHLEN DIE ANGABEN AUF DER VERPACKUNG.☆ )
Aufbewahrung:
Zu verbrauchen bis: siehe Packungsvorderseite. Gekühlt aufbewahren, nach dem Öffnen innerhalb von 24 Stunden verbrauchen und das Verbrauchsdatum nicht überschreiten. Dieses Produkt wurde zuvor eingefroren und auf Kühltemperatur gebracht. Zum Einfrieren geeignet. Vor. Ablauf des Verbrauchsdatums einfrieren. Innerhalb von 1 Monat verbrauchen. Wenn gefroren, vor dem Kochen auftauen (im Kühlschrank) und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen. Nicht erneut einfrieren.
Beschreibung:
„Durch den gleichen Biss und den herzhaften Geschmack stehen sie ihrem fleischigen Verwandten in nichts nach und bieten so eine einfache Möglichkeit, den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren. Sie lassen sich mit Zwiebeln geschmort und zu Kartoffelsalat serviert besonders gut genießen – oder einfach integriert in persönliche Lieblingsgerichte. Und dazu kommt, dass all unsere Produkte vegan und aus Erbsen sind! Wir sind ein globales Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat etwas zu verändern! Unsere Produkte sind fleischlos aber alles andere als geschmacklos. Unsere Mission ist es dir dabei zu helfen deinen Fleischkonsum zu reduzieren ohne dass du das Gefühl hast auf etwas zu verzichten.“
Hierzu der Hersteller:
Brutzelt und schmeckt wie sein fleischiger Vorgänger
Für ein sommerliches, fröhliches BBQ oder im Winter zum Grünkohl
Reich an Erbsenprotein und frei von Soja
Ohne künstliche Aromen, mit wenig gesättigten Fetten
Glutenfreie Ballaststoffquelle
Zertifiziert vegan (EVU V-Label)
Das hört sich gut an und wir sind gespannt.
Zuspeise:
Körnerbaquette
gemischten Salat
Zwiebeln
Kräuter
Knoblauch
gehacktes Basilikum
Tomaten
Pfeffer
Balsamico
Olivenöl
Menü:
Bratwurstmit Bruschetta-Körnerbaquette,Grillzwiebeln und grünem Salat
Zubereitung
Das ist das Produkt noch in seiner Originalverpackung
Dazu werden wir ein Körnerbaquette in Scheiben schneiden und angrillen.
Auch bereiten wir uns einen gemischten Salat zu und schneiden Zwiebeln, Kräuter, Knoblauch, gehacktes Basilikum und Tomaten für einen Bruschetta-Belag zurecht.
Diesen Gemüse-Belag lassen wir mit etwas Pfeffer, Balsamico und Olivenöl durchziehen.
Die Brotscheiben mit etwas Olivenöl und geriebenem Knoblauch bestrichen rösten vor sich hin.
Für die beste Zubereitungsweise empfiehlt der Hersteller die Würste in der Pfanne zu braten. Das versteht sich irgendwie von selbst, wenn es sich um eine Bratwurst handelt. Da wir aber unseren Grill bereits in Betrieb haben, werden die Bratwürste mit dem Brot und den Grillzwiebeln hier erwärmt.
Wir haben ein gutes Gefühl und es war nicht verkehrt, die Bratwurst auf dem Grill zu erwärmen. Die Grillstreifen passen optisch sehr gut.
Angerichtet mit etwas Salat ein sehr schöner Teller.
Im Innern ist die Meatless-Farm-Wurst weich und sie lässt sich gut schneiden.
Der Gemüsekobold frönt wieder seinem Humor und legt ein XL-Kerlchen aus den Bruschetta-Scheiben den Grillzwiebeln und der Bratwurst. Spaß tut gut ツ
★
Fazit: Schon beim Öffnen der Verpackung durchzieht der würzige Eigengeruch der XL-Bratwurst den Raum. Im Innern ist die Wurst genau wie wir uns eine Bratwurst vorstellen: Durch die feine und doch körnige Konsistenz fast schon knackig. Der würzige Geschmack ist dazu sehr passend. Die vegane Bratwurst von Meatless Farm überzeugt uns. Vielleicht werden wir sie zu einem späteren Zeitpunkt wie vorgeschlagen in der Pfanne zubereiten. Daumen nach oben.
INFORMATIV. TRANSPARENT. BEWUSST… so wirbt die Industrie seit 02. Mai 2021.
Tatsächlich wird uns per vier-farbigem Siegel, die Haltungsform der Tiere auf Fleischverpackungen angezeigt. Aha. Plötzlich, ehrliche Transparenz in dem ganzen Tierqual-Chaos? Fast nicht zu glauben. Also schauen wir doch mal hinter diesen bildhaften Regenbogen und machen uns selbst eine Vorstellung davon.
Die Kennzeichnung „Haltungsform“ wurde von der Initiative Tierwohl, einem Zusammenschluss der Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und des Lebensmitteleinzelhandels, ins Leben gerufen. Die Kennzeichnung ersetzt die bisherigen Siegel einzelner Supermärkte und Discounter. Erst einmal sind wir kritisch: Warum sollten die Gründer dieses Tierwohllabels Interesse an Tierwohlergehen haben? Wissen wir uns doch um deren Position in der Fleischvermarktung.
Nun gut, nehmen wir an, der vegane Wandel der Menschheit führt zu einem prozentualen Rückgang der Fleischindustrie. Damit würde; um das Tierqualprodukt im Verkauf zu fördern, durchaus ein Label zum Zwecke der Kaufkraft dienen, um zweifelnde Verbraucher zur Rückbesinnung zu bringen. A la „wenn ihr doch die Wahl habt, dass Tiere nicht leiden müssen, dann trefft die richtige Entscheidung beim Kauf und ihr könnt guten Gewissens Euren Fleischorgien frönen“. Etwas überspitzt dargelegt ist das schon, aber der kritische Verbraucher lässt sich heutzutage eben keine Märchen mehr aufbinden. Das Hinterfragen der profitorientierten Firmen steht heute hoch im Kurs. Da nützten wohl auch keine Regenbogenfarben. Wir werden es sehen.
Nun zum Verständnis:
Die Kennzeichnung erfolgt in vier Stufen und wird mit einem farbigen Siegel gekennzeichnet.
Stallhaltung (Stufe 1)
Stallhaltung Plus (Stufe 2)
Außenklima (Stufe 3)
Premium (Stufe 4)
Anders als bei Eiern, wo Stufe 0 das Vorzugsprodukt darstellt, ist beim Fleisch Stufe 4 zu bevorzugen. Da kann nur zu hoffen sein, dass der Verbraucher hier den Überblick behält, falls er darauf achten sollte.
Stallhaltung (rot)
In der untersten Kategorie Stallhaltung gibt es Mindestanforderungen für Kühe, Hähnchen/Hühner, Schweine, Jungbullen und Puten, was Platzvorgabe und Beschäftigungsmaterial betrifft. Hier teilen sich wahrhaftig 26 Hühner einen Quadratmeter.
Stallhaltung Plus (blau)
In der zweithöheren Stufe Stallhaltung Plus kommen 23 Hühner auf einen Quadratmeter. Gerade mal 3 Tiere weniger. Auch für die anderen Tierarten gibt es minimale Verbesserungen bei der Platzvorgabe und Beschäftigung. Beispielsweise werden Kühe nicht angebunden, Hühner und Puten erhalten Stroh uns Schweine bekommen zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial. Nach EU-Richtlinien besitzen diese Materialien vorgeschriebenen Eigenschaften wie zum Beispiel „essbar, kaubar, untersuchbar, beweg- und bearbeitbar“. Dadurch soll laut Recherche, das Risiko für Schwanzbeißen bei Schweinen gesenkt werden. Nichtsdestotrotz fühlt sich die „Stallhaltung Plus“ für uns nicht wesentlich lebenswerter für die Tiere an. Zehn Prozent mehr Platz ist in der Summe auch kein sonderlich spürbarer Effekt für unsere Tierfreunde.
Außenklima (orange)
Der Oberhammer zeigt sich nun in der Bezeichnung Außenklima. Damit ist nämlich nicht zwingend ein begehbarer Außenbereich gemeint, sondern es muss lediglich ein geöffnetes Fenster vorhanden sein. Hier also nicht beirren lassen, sondern sich vor Augen führen, was das bedeutet. Bei manchen Tieren steht in der Beschreibung des Offenfrontstalles der Zugang zu Freiflächen, für die gesamte Mastdauer. Das könnte manch Gewissen beruhigen, ist für mich aber kein Merkmal für ein verbessertes Leben in der Massentierhaltung.
Premium (grün)
In den obersten Kategorien Außenklima und Premium haben die Tiere mehr Platz als in den unteren Stufen Stallhaltung und Stallhaltung Plus. So teilen sich beim Premium-Siegel 14 Tiere einen Quadratmeter. Fleisch der oberen Kategorien ist in Supermärkten und bei Discountern allerdings kaum zu finden, sondern eher in Bioläden.
In unserem Bild zu lesen ist: „Auch aus Haltungsform 3 erhältlich“ bedeutet also 3 = Außenklima.
Kann ich als Verbraucher dann tatsächlich mit gutem Gewissen totes Fleisch kaufen, weil das Tier etwas Frischluft schnuppern konnte? Könnte es nicht sogar dazu führen, dem Verbraucher das schlechte Gewissen abzusprechen und ihn zum Kauf zu animieren?
Möglich wäre alles, denn das Label macht Keine Vorgaben zur Gesundheit, zum Transport und zur Schlachtung der Tiere. Und hierhin führt das Ganze am Ende schließlich. Zum Tod.
Deshalb zählt jede einzelne Stimme da draußen. Der Konsumverzicht dieser Tierleichen wäre das Höchste an Revolution gegen die Tierqualindustrie. Wir haben es in der Hand, ob die Nachfrage an solchen „Produkten“ sinkt oder steigt. Das müssen wir uns immer vor Augen halten, denn es gibt genug Alternativen, die einen Kauf von Tierprodukten überflüssig macht.
★
Fazit: Die Haltungsform der Industrie ist kein Tierwohllabel, es ersetzt keine staatliche Tierwohlkennzeichnung mit Kriterien über dem gesetzlichen Mindeststandard. Außerdem macht die Wahl der Haltungsform jeglicher Tiere Dein Karma nicht positiver. Tot ist tot, egal wie Du Dich entscheidest. Go vegan.
( ☆ ALLE ANGABEN SIND OHNE GEWÄHR. ES ZÄHLEN DIE ANGABEN AUF DER VERPACKUNG.☆ )
Hierzu der Hersteller:
„Natürlich mediterraner Geschmack – Bio & 100% pflanzlich! Das GAZİ Tofu-Omelett Tomate – tomatiger Genuss, verfeinert mit mediterranem Oregano. Innen soft, außen knusprig-kross und ohne Zusatz von Zucker. Hergestellt mit sorgfältig ausgewählten Rohstoffen. Perfekt als Beilage zu Gemüse oder als Hauptkomponente in einem Burger.“
Zuspeise:
Basilikum
mediterraner Salat
feurige Chili-Salsa
Menü:
Bio-Tofu-Omelette Tomate mit mediterranem Salatund feuriger Chili-Salsa
Zubereitung
Wir sind gespannt.
Die beiden Omeletts sind einzeln verpackt, weshalb auch nur eines der beiden zubereitet werden könnte.
Eine hübsche Verpackung, die möchten wir Euch nicht vorenthalten. Das ist die Rückseite. Die Message lautet darauf: Der Koala ist das einzige Säugetier, das sich ausschließlich von Eukalyptusblättern ernähren kann – ihm reicht also die reine Pflanzenkraft zum Leben. Think about it!
Wir werden zu unserem Omelette viel frisches Grün wie Basilikum verwenden. Das passt gut zu der Geschmacksrichtung Tomate.
Bei der Zubereitung wird empfohlen das Tofu-Omelett in eine bereits vorgeheizte, mit Öl bestrichene Pfanne zu legen und ca. 2–3 Min. von beiden Seiten anzubraten. Oder wie bei uns auf einem mit Öl bestrichenen Grill bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. zu grillen und dabei mehrmals zu wenden. Der Tipp einen Pfannenwender oder eine Grillschaufel zu verwenden ist Gold wert, weil es sich herausstellt, dass es eine bröselige Angelegenheit werden kann. Nicht zwingend muss.
Einer aufmerksamen Leserin ist aufgefallen, dass beim Anrichten der letzten Produkttests, das Besteck gefehlt hat. Das holen wir hiermit schleunigst nach und geloben Besserung. ツ
Mit unserem mediterranen Salat und einer feurigen Chili-Salsa wird es bei uns urlaublich.
Das erste Omelette ist schon beim Anrichten gebrochen, was uns nicht wirklich stört.
Auf dem oberen Bild ist zu erkennen, wie leicht sich das Produktzerteilen lässt. Es genügt schon eine leichte Berührung mit dem Messer um ein Omelett-artiges Ergebnis zu erzeugen.
★
Fazit: Das GAZİ Tofu-Omelett Tomate ist mit mediterranem Oregano verfeinert. Innen ganz fluffig und außen trotzdem knusprig. Der Verzicht von Zucker macht es attraktiv. Als Hauptkomponente stand das Omelette bei uns im Mittelpunkt und hat den Beilagen-Salat aufgepimpt. Der Tomatengeschmack ist sehr intensiv, das muss man mögen. Beim Grillen ist es die Kunst, das Produkt im Ganzen zu drehen, was aber möglich ist. Die Idee eines Omeletts in Form eines Burgers fasziniert mich irgendwie. Daumen nach oben.
Heute führt uns unser Ausflug nach Marbach. Sonnenüberflutet erreichen wir den Bahnhof und gelangen nach ein paar Metern in einen kleinen Park.
Dort steht ein nachkonstruierter Quadrant und wir erfahren, dass einst Tobias Mayerfür seine Sternwarte in Göttingen einen Mauerquadranten erhielt, der eigens für ihn in London vom damals besten Instrumentenbauer der Zeit erstellt wurde. Mit diesem Instrument beobachtete er von Februar 1756 bis August 1761 den Sternenhimmel. So kann der Mathematiker, Kartograf und Astronom die Positionen von 998 Sternen vorlegen und geht in die Geschichte ein.
Genannt wird dieses Städtchen am Neckar aber auch die Schillerstadtund ist bekannt als Geburtsstadt Friedrich Schillers. Und tatsächlich: Kaum haben wir die Altstadt, mit der aufwendigen Blumenpracht, erreicht, kommen wir am Thema „Schiller“ fast nicht mehr vorbei. Es gibt zahlreiche Hinweise an den verschiedenen Hausfassaden und auch das Geburtshaushaben wir entdeckt.
Fachwerkhäuser, Holdergassen, Türme und Brunnen prägen das Bild der historischen Altstadt Marbachs. Sie ist eine der ältesten Landstädte in Württemberg mit Stadtmauer und mittelalterlichen Wehranlagen. Durch den verheerenden Stadtbrand im Jahr 1693 ist Marbach gleichzeitig eine von wenigen Städten im Land mit einem nahezu geschlossenen Ensemble von Bauten aus dem 18. Jahrhundert.
Was mich aber am meisten beeindruckt sind die kleinen verwinkelten Gassen, die mit bunten Blumen umsäumten Häuser, die Sträucher, Figuren und kleinen Dekorationen innerhalb des historischen Städtchens. Ganz bezaubernd.✿
Wir machen uns auf den Weg zum Neckar.
Ein paar Meter nach der Schiffsanlegestelle entdecken wir das Kunstwerk „Mond Boot“, welches dem Tobias Mayer-Bildhauersymposium 2011 gewidmet wird.
Zum 100. Geburtstag Schillers wurde 1859 der Grundstein für das Schillerdenkmal gelegt. Es wurde nach Entwürfen des Bildhauers Ernst Rau aus dem Material erbeuteter französischer Kanonen des Krieges von 1870/1871 gegossen und 1876 eingeweiht. Seither ehren die Marbacher Grundschüler den großen Sohn der Stadt jedes Jahr an seinem Geburtstag mit dem „Blumengruß“. Eine schöne Geste.✿
★
Die ganzen Eindrücke machen Hunger und wir möchten uns gerne eine gemütliche Lokalität suchen. Bekannt ist uns dasBootshaus, welches wir bereits von der Brücke, aus der S-Bahn heraus, entdeckt haben. Durch die optimale Lage direkt am Neckar und dem prächtigen Wetter, könnt ihr Euch jedoch bestimmt vorstellen, wie überfüllt das Lokal ist. Außerdem wird im Außengelände gegrillt, was für uns, durch den Grillrauch, schier nicht auszuhalten ist: Tierleid auf dem Präsentierteller. Nicht mit uns. Also ab zurück Richtung Altstadt.
Das Amaranth – ein vegetarisches Restaurant – Café – Bar, kann von uns nicht beurteilt werden, da der Ruhetag auf den Sonntag fällt. Sehr schade.
Im Jägers Restaurant Schillerhöhe, direkt beim Denkmal und dem Schiller Nationalmuseum, bekommt ihr an veganem Essen folgendes Gericht: Zweierlei Reisbällchen mit Basilikum und Falafel auf Ratatouille Gemüse und Kräuterkartoffel. Getestet haben wir es nicht. Aber immerhin steht wenigstens ein tierleidfreies Essen auf der Speisekarte.
Unseren Lieblingsplatz haben wir in der Pizzeria Al Forno, gegenüber dem Schiller-Geburtshaus gefunden. Hier gibt es eine Veggie-Pizza, ohne Käse, aber viel Gemüse und in Herzform. Das macht uns glücklich. Umgeben von Gemüsepflanzen auf einem kleinen Balkon ein Erlebnis.★
„Der gebildete Mensch macht die Natur zu seinem Freund“. Friedrich Schiller (1759 – 1805)
Fazit: Die Informationsflut über die Stadt Marbach ist immens hoch und wir waren voller neuer Eindrücke. Um aber bis ins Detail, die Geschichte Marbachs nachvollziehen zu können, wäre für Euch eventuell auch eine Stadtführung interessant. Der „Klassiker“ führt Euch dann direkt durch die historische Altstadt, während es aber auch Kostümführungen und Literaturspaziergänge im Angebot gibt. Eine Reise ist das Städtchen definitiv wert.★✿
Durch die momentane allgemein gesundheitliche Situation, aber auch durch vorangegangene Wehwehchen bei uns sind wir mit dem Thema Antibiotika in Verbindung gebracht worden. Herkömmliche Antibiotika haben jedoch aufgrund ihrer Nebenwirkungen nicht nur positive Eigenschaften vorzuweisen. Deshalb möchten wir vorbeugend, auf natürliche Lebensmittel, richtig kombiniert, zurückgreifen.
Einige Nahrungsmittel können tatsächlich auch antibiotisch wirken, ganz ohne unangenehme Begleiterscheinungen. Im Grunde bestehen diese pflanzlichen Arzneimittel aus Nahrung und Gewürzen, welche bereits im gesunden Alltag bereitstehen.
Wir sprechen bei der pflanzlichen Alternative natürlich nicht von lebensbedrohlichen Akutfällen. Hierfür sucht Ihr bitte Euren betreuenden Arzt auf.
Das natürliche Antibiotikum bekämpft aufgrund der Eigenschaften seiner Zutaten viele verschiedene Bakterienarten. Auch wirkt es gegen manche Parasiten und Pilze. Es verbessert überdies die Blutzirkulation und den Lymphfluss. Das Geheimnis sollen dabei nicht die einzelnen Zutaten sein, sondern ihre Kombination. Erst im Zusammenspiel sollen sich die extrem wirksamen Eigenschaften gegen unzählige Krankheitserreger zeigen.
So können Antibiotika aus Pflanzen in vielen Fällen eine sinnvolle Alternative zu den herkömmlichen antibakteriellen Mittel sein. Heilpflanzen und Heilkräuter mit antibiotischer (das heißt keimabtötender) Wirkung besitzen pharmakologischhochwirksameSubstanzen, wie zum Beispiel ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe oder Flavonoide, die die Vermehrung von Bakterien und Mikroorganismen hemmen oder sogar zerstören.
Abgesehen davon, dass die pflanzlichen Heilmittel unser Immunsystem stärken, helfen sie unter anderem bei:
Husten, schnupfen, Erkältung
Blasenentzündung
Fuss- oder Nagelpilz
Bindehautentzündungen, Ekzemen
Akne und trockener Haut
Magen-Darm-Beschwerden
Anerkannte pflanzliche Antibiotika
Kurkuma
Kurkuma ist wohl eines der besten Gewürze, auf die antibiotische Wirkung bezogen. Er bekämpft Infekte, reduziert Entzündungen, hemmt die Krebsentwicklung, lindert sogar Gelenkschmerzen und beugt nicht zuletzt einer Demenz vor. Wir lieben die frische Knolle. Gerne könnt ihr aber auch auf die Pulverform zurückgreifen. Seid aber vorsichtig bei der frischen Knolle beim Zerreiben: Eure Hände werden sich regelrecht gelb/orange verfärben. Fast wie Henna. ツ
Knoblauch
Knoblauch bekämpft viele schädliche Bakterien und Pilze. Gleichzeitig schont Knoblauch die Darmflora, er soll sogar die Zahl der nützlichen Darmbakterien erhöhen und kann somit zur Sanierung der Darmflora beitragen.
Beim Knoblauch scheiden sich die Geister: Die einen schwören auf seine heilende Wirkung, andere können ihn nicht riechen. Doch gerade sein Geruch macht ihn so gesund. Verantwortlich dafür sind die SchwefelverbindungenAllicin und Ajoen. Sie entstehen, sobald die Zellwände der Knoblauchzehe durch Schneiden oder Quetschen beschädigt werden.
Allicin und Ajoen wirken leicht blutverdünnend und blutdrucksenkend, das schützt vor Thrombosen, Herzkreislauferkrankungen und Schlaganfall. Vor allem aber bekämpft das Allicin Viren, Bakterien und Pilze. Darum wird Knoblauch auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet. Im Grunde ist Allizin sogar eines der stärksten Antibiotika, welche die Pflanzenwelt zu bieten hat.
Bis zu der Liebe meines Gemüsekoboldes, habe ich Knoblauch verschmäht. Obwohl meine liebe Mutter darauf schwört und mir die Vorzüge immer zu vermitteln versuchte, habe ich die Einnahme stets verweigert. Erst meine Seelenhälfte schaffte dies. Vermutlich auch, weil es sich dann in gemeinsamer Duftwolke einfacher küsst. ツ ღ
Zwiebeln
Zwiebeln verstärken die Knoblauchwirkung und stellen gemeinsam mit diesem ein starkes Duo gegen Krankheiten dar.
Habt ihr heute schon eine Zwiebel verspeist? Wenn nicht, dann hurtig ans schälen. Denn als natürliches Antibiotikum wirkt die clevere Knolle schädigenden Keimen entgegen, ohne jedoch die für den Körper notwendigen Bakterien anzugreifen. Die in der Zwiebel enthaltenen Schwefelverbindungen (ebenfalls wieder Allicin) sollen neben den Bakterien sogar Viren abwehren und Tumorzellen zerstören können. Also wenn sich das nicht mal positiv anhört.
Pepperoni/Chili
Pepperoni/Chili bekämpfen Krankheiten an Ort und Stelle.
Es heißt, Bakterien werden durch scharfe Gewürze abgetötet. Vor allem dem Chili wird daher eine antibiotische Wirkung nachgesagt. Doch das stimmt so nicht. Zwar wehrt der scharfe Inhaltsstoff, das Capsaicin, Fressfeinde der Chili-Pflanze ab. In Versuchen zeigte das Capsaicin jedoch keinen Bakterien abtötenden Effekt.
Chili kann daher nur indirekt das Immunsystem unterstützen, und zwar durch seine Schärfewirkung. Capsaicin gaukelt den Nerven vor, dass die Schleimhäute verletzt sind. In der Folge reagiert der Körper mit einer stärkeren Durchblutung, um einen Schaden zu reparieren, der gar nicht vorhanden ist. Diese stärkere Durchblutung fördert jedoch lokal die Immunabwehr.
Wir haben bei uns festgestellt, dass wir unterschiedlich auf die Schärfegrade reagieren. Wie wir darüber lachen können, wenn wir vorab darauf wetten, wem die Tränen kommen und es sich meist in eine ganz andere Richtung entwickelt. Das ist bei uns ein schönes Ritual beim Essen geworden. Probiert es einmal aus.
Ingwer
Ingwer hemmt Entzündungen, lindert Schmerzen, wirkt antibakteriell und stimuliert enorm den Kreislauf. Für diese Wirkungen sind nicht zuletzt die so genannten Gingerole verantwortlich, also die Substanzen, die dem Ingwer seinen strengen und scharfen Geschmack verleihen. Wissenschaftlich gut belegt ist, dass Gingerole das Wachstum von Bakterien des Typs Helicobacterpylori hemmen, also jene Bakterien, die eine Magenschleimhautentzündung auslösen können.
Wir würzen mit frischem Ingwer unsere Speisen. Ihr könnt ihn aber auch gerne als Tee genießen. Dafür zerquetscht ihr ein daumenkuppengroßes Stück Ingwer und lasst es 5 Minuten in heißem Wasser ziehen. Nun könnt ihr das duftende Wasser abgekühlt trinken.
Kapuzinerkresse
Die Wirksamkeit von Kapuzinerkresse beruht auf verschiedenen Wirkmechanismen. Zum einen eine direkte antibakterielle und antivirale Wirkung und zum anderen werden Bakterien, Viren und Pilze in ihrer Vermehrung aktiv gehemmt. Darüber hinaus kann sie einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem haben und somit zur schnelleren Regeneration beitragen.
Die Kapuzinerkresse enthält sogenannte Senfölglycoside, welche nach der Einnahme im Magen als Senföle freigesetzt werden. Im Darm werden diese Senföle anschließend vollständig resorbiert, also ins Blut aufgenommen. Dadurch werden die für unsere Verdauung und das Immunsystem essentiellen Darmbakterien nicht angegriffen. Die Senföle gelangen zu den Ausscheidungsorganen, nämlich der Harnblase und der Lunge, wo sie ihre antivirale und antibakterielle Wirkung entfalten.
Radieschen
Radieschen enthalten vor allem Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt und uns vor Krankheiten schützt.
Neben Vitamin C enthalten Radieschen weitere Inhaltsstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen und einige B-Vitamine. Gerade zur Eisendeckung können Radieschen wunderbar beitragen. Mit 100 Gramm Radieschen deckt man mehr als 10% seines Tagesbedarfs an Eisen. Das schwer verfügbare Vitamin B9 (Folsäure) ist ebenfalls vorhanden.
Radieschen enthalten zudem sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem Senföle, die sich positiv auf die Verdauung auswirken und sogar vor Krebs schützen können. Desweiteren finden sich Karotine und Enzyme in Radieschen.
Senföle wirken antibakteriell, töten Darmpilze- und bakterien ab und können damit helfen Magenprobleme zu beseitigen, indem sie den gesamten Verdauungsapparat reinigen und die Verdauungsdrüsen anregen. Dadurch wird der Stuhlgang gefördert. Sie wirken wie natürliche Antibiotika. Zusätzlich unterstützen sie das Immunsystem und helfen Infektionen vorzubeugen. Der reinigende und desinfizierende Effekt hat auch positive Auswirkungen auf Galle und Leber.
Übrigens könnt ihr auch die Radieschenblätter gerne als Salat verspeisen, oder mit einer Gemüsespeise mitdünsten.
Geprägt durch den Radiesschenkonsum meines Vaters, konnte ich mich nie mit diesem Gemüse anfreunden. Auch hier musste erst mein Gemüsekobold in mein Leben treten, um mir den Genuss nahezulegen. Es bleibt trotzdem schwierig.
Meerrettich
Meerrettich wirkt sich besonders vorteilhaft auf die Atemwege aus, die Nasennebenhöhlen und die Lungen. Verstopfte Neben– und Stirnhöhlen werden gereinigt, die Blutzirkulation wird verbessert und nahende Erkältungen oder die Grippe haben keine Chance mehr.
Es ist daher ein Mittel zur Prävention, gerade in Zeiten, wenn Infekte grassieren.
Bärlauch
Das Wirkungsspektrum des Bärlauchs ähnelt dem des Knoblauchs.
„Kein Kraut ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Darm und Blut wie der Bärlauch“ -Kräuterpfarrer Künzle-
Bärlauch wirkt antibakteriell, fungizig und antiviral. Dies ist vor allem auf die Wirkstoffgruppe der Thiosulfinate zurückzuführen.
Die wissenschaftliche Forschung bestätigt das überlieferte Wissen der Volksheilkunde: Ist eine Grippe oder Erkältung im Anflug, iss reichlich frischen Knoblauch oder Bärlauch.
Bärlauch hat aber auch positive Auswirkungen auf die Bakterienflora des Darms und hemmt Gärungs- und Fäulnisverursachende Bakterien ohne die Bakterien anzugreifen, die wir für eine gute Verdauung brauchen. Man kann ihn also auch für eine Darmsanierung verwenden. Bärlauch fördert generell den Aufbau einer gesunden Darmflora. Allgemein wirkt Bärlauch blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, stoffwechselanregend, allgemein tonisierend und stärkend, sowie appetitanregend. Gut, dass wir im Frühjahr unseren Bärlauchwald vor Ort haben.
Apfelessig
Der hauseigene Apfelessig, selbstgebraut, ist natürlich unbezahlbar.
Aber auch jeder andere, biologisch wertvolle Essig ist förderlich. Hier haben wir ein Rezept, falls ihr den Apfelessig nicht im Wasser auf nüchternem Magen zu Euch nehmen wollt. Im Falle von Unverträglichkeiten oder Allergien auf einen dieser Bestandteile solltet Ihr das Rezept selbstverständlich entsprechend verändern, bevor Ihr herumexperimentiert.
Die Zutaten für ca. 0,7 Liter
700 ml Apfelessig (Bio und naturtrüb)
25 g Knoblauch – schälen und reiben
70 g Zwiebeln – schälen und fein würfeln
17 g frische Pepperoni/Chili (ca. 2 Stück) kleingeschnitten
25 g frischer Ingwer – waschen und fein reiben
15 g frischer Meerrettich – schälen und fein reiben
27 g frische Kurkumawurzeln – waschen und fein reiben
¼ TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Die Zubereitung
Bis auf den Apfelessig, alle Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und gründlich durchmischen. In ein Einmachglas füllen. Den Apfelessig dazu füllen, so dass der Inhalt gut bedeckt ist. Schließt das Glas und schüttelt es kräftig durch.
Zwei Wochen lang das Glas an einen kühlen und trockenen Platz stellen. Während dieser Zeit mehrmals täglich durchschütteln. Die Wirkstoffe aus Knoblauch, Chili etc. gehen auf diese Weise in den Essig über.
Nach zwei Wochen den Essig in eine Flasche abgießen. Um so viel Flüssigkeit wie möglich zu gewinnen, den Mix im Glas so stark es geht zusammenpressen, mit einem Löffel oder einem Stampfer. Oder auch den Mix in ein sauberes Baumwolltuch geben und dieses gut ausdrücken. Ab jetzt kann das Gemenge als Gewürz zum Kochen verwenden werden. Die Flüssigkeit hingegen ist das Neue, selbst gemachte natürliche Antibiotikum.
★
Fazit: Wir lieben unser natürliches Antibiotikum, auch wenn unsere Mitmenschen nicht immer von manchem Geruch entzückt sind. Das stört uns aber nicht. Trotz dieser Vorteile werden die Heilpflanzen die herkömmlichen Antibiotika jedoch nicht ersetzen. Deshalb holt Euch ärztlichen Rat bei gefährlichen Infektionen ein. Das ist unverzichtbar. Hört auf Euren Körper.