In dieser Sternschachtel lassen sich Edelsteine oder Süßis (Schnuck ツ–> dieses Wort kommt von meinem Engel aus NRW) wunderbar verpacken. Um eine solche Schachtel zu basteln, wird lediglich ein Blatt Papier benötigt.
Weihnachten, die Zeit der Besinnlichkeit und der….Basteleien. Zumindest haben wir eine Falt-Technik par Excellence von meiner Schwieger-Mama, kennen lernen dürfen. Auf der Zugfahrt nach Hause haben wir viel Zeit gehabt diese zu üben. So konnten wir, am zweiten Weihnachtsfeiertag noch schöne Präsente an die Familie verschenken.
ein zweifarbiges Faltblatt in Form eines Quadrats
bunte Sticker/Steinchen nach Wahl
Anleitung:
Begonnen wird mit dem quadratischen Faltblatt und dieses wird jeweils in eine waagerechte und eine senkrechte Mittellinie gefaltet, gefolgt von zwei Diagonalen.
Das Blatt mittig Ecke auf Ecke falten und jeweils die Dreiecke an den Seitenflächen nach innen einschlagen. Es entsteht eine neue Grundform.
Die äußeren Kanten oberhalb zur Mitte falten. Das Gebilde wenden und diesen Schritt mit den Kanten auf dieser Seite wiederholen.
Eine der Kanten wieder öffnen und in dieser Form glattstreichen.
Den Schritt an der anderen Seite wiederholen und im Anschluss die untere Spitze so weit wie möglich nach oben falten.
Das Gebilde wenden und die nächste Spitze nach oben knicken. Den unteren Bereich des Gebildes einschlagen.
Dies wird zum Boden der Schachteln. Anschließend an den Spitzen die Schachtel langsam öffnen. Nochmals die Falt-Kanten verstärken und den Boden ausformen, sodass die Schachtel sicher steht.
Nun kann die Schachtel nach dem Falten mit bunten Stickern und Steinen verziert werden.
Probiert es aus. Ihr werdet keine fünf Minuten Zeit dafür benötigen!
Nun endlich ist es soweit: Wir treten unsere Reise nach Berlin an und ich werde als glückliche Ehefrau mit neuem Namen zurückkehren. Die Aufregung ist riesengroß.
-Unser magisches Datum ist der 13.10.2017-
Wir sitzen im ICE 512 nach Köln, haben dort eine Stunde Aufenthalt um dann mit dem IC gen Berlin zu reisen. Hier im Zug fällt nun langsam die Anspannung von uns ab. Der Tag der Abreise ist noch mit sämtlichen Aufgaben bestückt und alles durch einen straffen Zeitplan durchgetaktet. Jens besucht unter anderem noch den Friseur während mir meine Schwester die Hochzeitsfrisur steckt. Sie ist so aufgeregt, hat es aber mit Bravour gemeistert. Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen und im Nachhinein ist ihre Nervosität total unbegründet. Nun muss ich die Nacht im Zug nur ganz stillsitzen, damit auch am Hochzeitstag am nächsten Morgen meine Haare noch sitzen.
Im Hotel angekommen, freuen wir uns auf unser Zimmer, denn wir sind zeitlich knapp bemessen und sollten uns alsbald in unsere Hochzeitskleidung werfen. Die etwas raue Bekanntgabe der Empfangsdame, dass unser Zimmer nicht frei sei und wir uns aber auf der Toilette umziehen können lässt uns das Herz in die Hose rutschen. Ein freundlicher Rezeptionist fügt aber hinzu, dass wir auch gerne die Behinderten-Toilette nehmen können, dort hätten wir mehr Entfaltungsmöglichkeit. Schweigen von uns. Eher von mir. Jens überspielte es mit seiner charmanten Art.
Aber für uns gibt es keine Tragödien, wir nehmen das Leben so wie es kommt, weshalb wir im Alltag so unendlich glücklich und fröhlich sind und über sehr vieles auch lachen können. So wie über die nun folgende Geschichte: Das Umkleide-Prozedere spielt sich dann nämlich so ab, dass wir mitsamt unserem Gepäck das Handycap-WC beziehen. Wohlgemerkt hintereinander, das heißt einer von uns beiden steht vor der Türe, der andere richtet sich. Zuerst wirft sich Jens in seinen schicken Heiratsanzug. Dann bin ich an der Reihe. Nebenbei werden wir von den vorbeilaufenden Gästen im Frühstückssaal beobachtet, die nicht schlecht staunen, als wir im Hochzeitskleid und Anzug nach einer Stunde Umziehzeremonie die Toilette verlassen. Dies nur als kleine Anekdote. Im Nachhinein können wir darüber schmunzeln. Irgendwie kann man doch aus jeder Situation das Beste machen. Die Pointe aus dieser Story ist, dass wir statt eines gebuchten Zimmers, eine 65 qm-Suite im 13. Stockwerk erhalten. So als wieder Gutmachung. Stockwerk 13, am 13.10.17 unserem Hochzeitstag und der uns so gewünschten Zahl. Wir fühlen uns hier jedenfalls wie ein Königspaar. Happyend dieser Kurzgeschichte. ツ
Die Fahrt zum Standesamt ist abenteuerlich. In rot/orangefarbenen High Heels und langem, wallendem weißen Hochzeitskleid nicht gerade alltagstauglich, aber die Leute erfreuen sich an uns und wir bekommen viele schmunzelnde Blicke. Im Bus steigt ein älterer Herr vor uns aus, hält kurz davor bei uns an und gibt uns die folgenden Worte mit auf den Weg:
„Sowie am heutigen Tag die Sonne scheint, so soll sie Ihnen das ganze Leben lang scheinen“.
Gänsehaut pur.
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Der Fahrstil der Berliner Busfahrer ist Geschmackssache. Uns definitiv zu aggressiv! Laut hupend, fluchend und ziemlich genervt umschreibt es am besten. Gas geben um kurz danach fast vollbremsend einem Zusammenstoß auszuweichen ist wenig vorausschauend. Wenn man nicht gerade im Doppeldecker am vorderen Fenster alles hautnah miterlebt lässt sich dies aber ertragen.
„Heirat ist nicht das Happyend, sondern immer erst ein Anfang.“ Federico Fellini
Unsere Heirat auf dem Standesamt Berlin Tempelhof-Schöneberg findet in dem 100 jährigen Trauzimmer im klassizistischen Stil statt und ist bezaubernd.
Der Standesbeamte hält uns eine wunderschöne Rede mit einigen Zitaten berühmter Philosophen, darunter Friedrich Nietzsche mit den Worten von ihm: „Die gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft“. Obwohl der Herr uns nicht kennt, hat er die Rede ganz und gar auf unsere Lebenssituation und Vergangenheit ausgerichtet. Das war sehr emotional und wir fühlen uns persönlich angesprochen. Ein Päckchen Humor sollen wir uns für unseren gemeinsamen Lebensweg bewahren, sind seine Schlussworte. Nichts leichter als das. Das tauschen der Eheringe und das Unterschreiben und besiegeln unseres Eheversprechens beendet diesen feierlichen Moment.
★“Für immer Mein
★ Für immer Dein
★ Für immer Uns„
Kaum sind wir draußen, rufen wir sogleich unsere Mamas an und ich melde mich zum ersten Mal mit dem Namen meines lieben Ehemannes.♡
Danach erkunden wir Berlin und kaufen mir ein Paar bequeme Sportschuhe. Meine Füße sind durch die Hochzeitsschuhe und das viele, viele Laufen durch die Großstadt strapaziert.
In dem veganen RestaurantViasko in Berlin haben wir am Abend unseres Hochzeitstages einen Tisch reserviert und lassen es uns dort gut gehen.
Wir besuchen an diesem Wochenende außerdem eine Nachhaltigkeitsmesse, für die ich Karten gewonnen habe…
…und nehmen an einer 4 stündigen Schifffahrt auf einemPartybootteil, auf dem wir sogar vegan essen können.
Das alles erleben wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem mit der U-Bahn. Der Berliner Untergrund, um es einmal ganz salopp auszudrücken, fasziniert mich unendlich. Es sind die Farben und Anordnungen von Objekten, die es mir antun. Es werden regelrecht Geschichten erzählt mit einem Hauch Retrotouch. Hier gibt es immer etwas zu bestaunen und Neues zu entdecken. Meine künstlerische Ader pulsiert, wenn wir uns in dieser doch anderen Untergrund-Welt befinden. Ich bin entzückt.
★
Fazit: Glücklich über den schönsten Tag meines Lebens, dem besten Mann an meiner Seite und dem abenteuerlichen Hochzeits-Wochenende kehren wir als Ehepaar nach Hause. Du bist mein Fels und mein Anker. Ich liebe Dich unendlich.
Wir feiern ein Fest und gestalten hierzu ein Geschenk, welches sich in diesem Rahmen nicht ein zweites Mal kaufen lässt. Es ist vor allem eines:
★ Selbst gemacht
★ Aus vorhandenen Materialien
★ Voller emotionaler Inhalte
★ umweltverträglich
Wir möchten den Übertopf unseres Basilikumstrauches verschönern und haben lange im Netz gesucht, um eine passende Schablone dafür zu finden. Es ist uns nicht gelungen und wir haben uns selbst an den Tüftlertisch gesetzt, um die Maße für unser Objekt zu errechnen.
Blumentöpfe sind meist konusförmig mit einem kreisrunden Querschnitt, der zum Boden hin abnimmt. Das macht das Errechnen der Maße auch etwas schwieriger.
Unser Topf hat den Durchmesser von 10,09cm und der Boden 8,9 cm und ist aus Kunststoff hergestellt. Die Höhe beträgt 7,5 cm, die Breite oben 33 cm und unten 29 cm. Die Wölbung hat es in sich aber wir können Euch die Schablone hier leider nicht darbieten. Die Maße habt ihr aber, werdet kreativ und legt los.
Habt ihr einen Tontopf, könnt ihr liebend gerne mit Acrylfarbe und Pinsel arbeiten und damit auch Hand- oder Fußabdrücke Eurer Kinder verewigen. Es kommt hierbei immer auf den Anlass an. Im Kindergarten haben wir mit Fingerfarbe direkt auf die Töpfe gemalt. Für Naturliebhaber könnt ihr auch kleine Holzstäbe aneinanderreihen und den Topf damit verzieren. Oder ihr beklebt ihn mit Moos oder getrockneten Blumen. Auch wären Materialien wie Bast, Wolle, Fotografien und Bänder eine Möglichkeit. Geschenkpapierreste können so auch ganz wunderbar noch aufgebraucht werden. Ganz schön sind auch alte, einzelne Knöpfe, welche ihr nicht mehr benötigt.
Wir zeigen Euch die einfachste Variante mit Bastelkarton.
Geklebt haben wir mit Sprühkleber und am Rand mit kleinen Fotoecken. Den oberen Rand befestigen wir zum Schluss.
Auch die Höhe der nun benötigten Schrift- und Bildteilchen haben es in sich. Wichtig ist dabei, auf die Höhe von 7,5 cm zu achten. Je nachdem wie lange die Ausschnitte sind, verändert sich auch der Winkel der nach unten zugespitzen Abschneidefläche. Da müsst ihr etwas experimentieren.
★
Fazit: Ein günstiges, selbstgemachtes Geschenk, welches sehr viel Kreativität zulässt. Etwas Selbstgemachtes kann wahre Wunder bewirken und wie in Kindertagen den Gegenüber zum Strahlen bringen. Vielleicht habt ihr hierfür schon eine originellen Weihnachtsgeschenkidee und wir können damit gemeinsam dem jährlichen Konsumrausch an Weihnachten entgehen. Viel Freude beim Basteln.
Wir probieren das Bio Tofu Hack von Take it veggie. „Back to the roots“ meinte mein Gemüsekobold schmunzelnd und ich weiß nicht, was er mir da durch die Blume sagen will. Wir werden sehen…
„K-take it veggie – cause you care“ heißt der Markenslogan von Kaufland. Wir interessieren uns nicht nur dafür, es ist unsere Lebenseinstellung. Das ist der kleine, feine Unterschied. Aber wenn laut Hersteller das Produkt es uns allen einfacher macht, das Leben veggie zu nehmen, warum auch nicht. Die große Auswahl an leckeren veganen oder vegetarischen Produkten soll nämlich neben dem V-Label oft sogar das Bio-Siegel tragen. Immerhin.
( ☆ ALLE ANGABEN SIND OHNE GEWÄHR. ES ZÄHLEN DIE ANGABEN AUF DER VERPACKUNG.☆ )
Zuspeise:
Zwiebeln
passierte Tomaten
Brokkoli
Lasagneblätter
Salat
Optional:
Rotwein
Menü:
Lasagne mit Brokkoli und Hack
Zubereitung
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Beim Öffnen der Verpackung muss ich schmunzeln, denn ich weiß nun, was mein Gemüsekobold im Vorfeld angedeutet hat. So sahen bestimmt die allerersten veganen Produkte auf der Welt aus. Vorstellen können wir uns das. Schön sieht definitiv anders aus. Ein Backstein liegt vor mir. So erinnert wenigstens die Optik daran. Oder eher Nusskuchen? Ich weiß es nicht.
Die Konsistenz des Tofublockes erinnert mich an die Knete der Zwerge. Irgendwie befremdlich. Den unappetitliche aussehenden Klotz möchte ich pur leider nicht probieren.
Mit Zwiebeln braten wir ihn in der Pfanne ohne Öl an. Dazu geben wir das Hack. Es dauert gefühlt ewig, bis sich alles zu lösen beginnt und es uns langsam an Hack erinnert. So sieht das alles schon sehr appetitlich aus.
Nun mit Tomatensugo, Tomatenmark, Gewürzen und Rotwein aufgießen, abschmecken und ein Weilchen vor sich hin köcheln lassen, bis die Masse etwas andickt.
Nebenher köchelt der Brokkoli, den wir als Vitaminbooster gerne in die Lasagne integrieren möchten.
Nein, wir gehen nicht zur Bastelstunde über. ツ Im Vorfeld habe ich vergessen, dass die Auflaufform nicht zu den Teigplatten passt. Diese werden nun zugeschnitten.
Dann wird geschichtet.
Liebe liegt bei den Herzschatz-Bewohnern immer in der Luft…. ღ
Nach knapp 40 Minuten im Ofen, sieht die Lasagne richtig knusprig aus. Und das komplett ohne Käse.
Mit dem Aussehen können wir heute wohl nicht wirklich punkten, aber geschmacksmäßig ist unsere Lasagne eine Wucht.
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Fazit: Die anfängliche Skepsis zwecks der optischen Misére, löst sich beim Geschmackstest definitiv auf. Die Würzung spielt hier, wie bei vielen anderen Gerichten auch, wohl die wichtigste Rolle. Hinzu kommt der phänomenal günstige Preis, der auch Großfamilien eine pflanzenbasierte Verköstigung nach Art von Hackfleisch ermöglicht. Deshalb geben wir den Daumen steil nach oben.
#Berlin #veganes Sommerfest #Abenteuer #liebe Menschen #Empathie #Tierliebe #Zukunft
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Wir reisen in die Hauptstadt mit dem Ziel, das vegane Sommerfest zu besuchen.
Früh morgens kommen wir in Berlin Hauptbahnhof an. Die Fahrt in unserem Zugabteil war gewöhnungsbedürftig und wir möchten erst einmal einen Kaffee trinken.
Im Bahnhof gibt es unzählige Möglichkeiten und wir finden eine gemütliche Sitzecke in einem Café. Dazu genießen wir unser eigenes pflanzliches Frühstück.
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Da wir diesen Beitrag im Nachgang zwei Jahre später veröffentlichen, ist es manchmal erstaunlich zu sehen, wie sich die Essgewohnheiten in dieser Zeitspanne komplett verändern. Damals noch mit vielen Nüssen, Obst und Brot. Dagegen heute vollwertig, viel roh,Hülsenfrüchten und wenn möglich fettarm. Gänzlich weg von Obstsorten aus Übersee, vielmehr heimische Gemüsesorten in Kombination mit Proteinen aus Tofu, Erbsen und Soja. Niemals habe ich mich damit besser gefühlt. Niemals habe ich gänzlich auf jede Art Zucker freiwillig verzichten können. Und last but not least ging es mir gesundheitlich nie besser als jetzt. Dies so am Rande. Gerne dürft ihr uns dazu etwas schreiben oder fragen.
Hier seht ihr die perfekte Kutsche für tierliebe Menschen…OHNE Pferde davor. Das ist genial!
Wir machen uns auf den Weg zum veganen Sommerfest in Berlin und laufen an der Spree entlang.
So viele neue Eindrücke erwarten uns auf dem von Tierliebe durchzogenen Fest.
Wir schlendern über den Platz und schauen uns die Stände mit den dahinterstehenden Organisationen an.
Diese Tasche erwerben wir hier und tragen sie seit vielen Jahren, um der Öffentlichkeit das Thema Tierschutz zu signalisieren. ♡
Auf den Veganator warten wir gefühlte Stunden….aber es hat sich gelohnt. ツ
Auch Treffen wir uns dort mit den Leuten der V-Partei Berlin. Der Gemüsekobold war im steten Kontakt damals mit den Organisatoren. Er gehörte mitunter zu den Gründungsmitgliedern, wobei er viele aktive Monate später dann doch die Diskrepanz von Parteiprogramm und der Umsetzung von oben verspürte, weshalb sich die Wege dann trennten. Nichtsdestotrotz war die Erfahrung dort mit den wunderbar engagierten Menschen unvergesslich. Das möchten wir nicht missen.
Das mit der Rechtschreibung üben wir nochmal, aber ansonsten, fühlen wir uns hier in der U-Bahn-Station schon ganz heimelig. ツ
Im Viasko lassen wir uns des späteren verköstigen, wobei ich Euch nicht sagen muss, dass es auf dem Sommerfest unendlich viele Möglichkeiten der pflanzlichen Verkostung gibt.
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Zwei Tage nach unserer Rückkehr von Berlin, mache ich meiner Traumfrau einen Heiratsantrag und Sie gleichzeitig zur glücklichsten Herzschatz-Fee. ♡
#Norden im Norden # Seeluft #Urlaub #Wind #Zweisamkeit #Museen
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Unser erster gemeinsamer Sommerurlaub in der Stadt Norden.
Wir reisen in chaotischen Verhältnissen über Nacht mit der Bahn in dieses für mich bis dato unbekannte Städtchen. Bis jetzt wissen wir nicht, dass uns die Nordsee ab diesem Zeitpunkt im Sommer nie wieder loswerden wird. Zwar nicht hier, aber die Luft haben wir geschnuppert.
Das Wetter ist nordisch: Unbeständig, regnerisch und windig. Wie ihr schon wisst sind wir aber spontan und niemalsverzweifelt. Wir disponieren um, planen wetterentsprechend und genießen dabei unsere Zweisamkeit. So erfahren wir Dinge, welche wir unter anderen Umständen gar nicht hätten erleben dürfen. Ein Träumchen. ツ
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Die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norddeich
Jetzt möchte ich ausholen. Die letzten Jahre habe ich mich aktiv gegen Zoo´s, Tierparks und das Einsperren von Tieren eingesetzt. Delphine waren vor allem vor dem Tierpark Nürnberg das Hauptthema. Dafür habe ich Plakate entworfen und umgesetzt und viele Reisen getätigt. Was ich jedoch niemals nie gemacht habe ist, Geld für die Eintrittskarte gezahlt, um mir die dort eingesperrten Tiere anzusehen. Es ist mir zuwider nur einen Cent für diese Gefängnisse zu investieren. Mein Gewissen macht da nicht mit. Ich habe in dieser Zeit Verständnis für die Tierschützer, welche sich um das Wohl der dort leidenden Geschöpfe Sorgen machen und regelmäßig die Wasserbecken kontrollieren und Auskunft über den Gesundheitszustand der Lebewesen geben können. Für mich undenkbar.
Hier im Urlaub stehe ich vor der Entscheidung, ob ich das erste Mal einen Sprung über meine Einstellung mache. Nichts ist eingemeißelt, alles kann relativiert werden. Und was soll ich sagen: Jens und ich besuchen die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norddeich mit dem Hintergrund, dass hier zwischen 80 und 150 verwaiste Seehunde, aber auch Kegelrobben jährlich aufgezogen werden, um später in der Nordsee wieder die Freiheit zu erlangen. Ich bin gutgläubig und springe über meinen Schatten.
Die Seehundstation Norddeich ist zuständig für das Niedersächsische Wattenmeer, das als Nationalpark und Weltnaturerbe besonderen Schutz genießt. In der naturnah gestalteten Beckenanlage können die Gäste die Seehunde auf den Liegeflächen, im und sogar unter Wasser beobachten.
Ich bin sehr aufgeregt und habe trotz allem ein sehr mulmiges Gefühl. Gehe ich mir als Person mit gewissen ethischen Vorstellungen fremd? Gehe ich von meinem ursprünglichen Weg ab? Werde ich mir selbst unglaubwürdig, wenn ich eine Eintrittskarte für diese Seehundstation kaufe? Wird den Tieren dort geholfen, oder ist das reiner Touristenbetrug?
Wir informieren uns und entscheiden uns dafür. Eine große Ausstellung in der Seehundstation zeigt das Leben der Seehunde und lässt den Besucher, vieles über ihren natürlichen Lebensraum – das Weltnaturerbe Wattenmeer -, hautnah erleben. Für jede Altersgruppe wird ein vielfältiges Programm zu den Themen Seehund und Naturerlebnis Wattenmeer angeboten.
Trotzdem ist die Sichtweise, welche ich auf die Angebote dort lege, sehr kritisch. Mir macht niemand so leicht etwas vor. Dafür habe ich tierschutzmäßig zu viel erlebt und werde auch von Jens dahingehend sensibilisiert. Mein gutmütiges menschliches Gemüt macht mir hier manches Mal einen Strich durch die Rechnung. Aber ganz so blauäugig bin ich dann doch nicht. Das Gefühl die Seehunde lebendig zu sehen war enorm zwiespältig: Die Euphorie der um uns stehenden Menschen lies nicht nach, doch mein kritischer Blick mit dem unwohlen Gefühl bleibt fraglich. So bin ich, so sind wir. Wenn den Tieren letztendlich aber in diesen Auffangbecken geholfen wird, kann ich es nur gutheißen und hoffe, dass alle Lebewesen nach der Gesundung die Freiheit wieder erleben dürfen.
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Das Wetter bleibt weiterhin unbeständig und wir entschließen uns, das Ostfriesische Teemuseum in Norden-Norddeich zu besuchen.
Auf über 1000 qm Ausstellungsfläche werden Anbau, Ernte und Verarbeitung des Tees ebenso anschaulich dargestellt wie dessen gesellschaftliche Bedeutung aufgezeigt. In verschiedenen Ländern haben sich unterschiedliche Rituale rund um den Tee entwickelt.
Ostfriesland kommt mit seiner Teekultur einer besonderen Bedeutung zu. Sehr interessant.
Am nächsten Tag besuchen wir das Marinemuseum in Wilhelmshaven. Museumsschiffe und das Freigelände sind zu bestaunen. Die Technik vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart sind dargelegt und die Atmosphäre ist zu spüren.
Essenstechnisch versorgen wir uns mehr schlecht als recht. Zwar 100%ig pflanzlich, aber es ist die Plastikverpackung, welche sich manches Mal nicht vermeiden lässt, obwohl wir vieles selbst zubereiten.
Ein Besuch im Hafen zeigt Euch den morgendlichen Nebel am heutigen Tag.
Die Fischernetze gefallen mir gar nicht. Die engmaschigen, netzförmigen Flächengebilde, werden zum Fischfang benutzt. Sie bestehen aus Verknotungen von Fadenreihungen mit einer Fadenfolge, wodurch sie die Unverschieblichkeit dadurch besitzen, dass sich die Knoten durch Zug in jeder der Fadenrichtungen fester schließen. Es ist der Horror und ich möchte nicht wissen, wie viele Seelen in diesem Haufen ihr Leben lassen mussten.
Die Möwen sind ausgezeichnete Segelflieger, insbesondere auch bei starkem Wind. Sie suchen vor allem den Strand nach Nahrung ab und jagen manchmal anderen Vögeln die Beute ab. Wenn sie nach Nahrung tauchen, dann sind nur der Kopf und ein Teil des Körpers unter Wasser. Und laut sind sie.
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Fazit: Einmal Norden, nicht immer Norden. Jedenfalls für uns. Da wir die Stadt meinen, bleibt die Gegend aber die unsere und wir werden unsere weiteren Sommerurlaube auf Sylt verbringen. Im Prinzip ist jedes Fleckchen Erde für mich perfekt, wenn mein Seelengefährte und geliebter Mensch bei mir ist. ♡
Unser Besuch im Schloss Nymphenburg im Westen Münchens. Nach dem wundervollen Aufenthalt im Schlosspark Nymphenburg und den kleinen Parkburgen widmen wir uns den Sehenswürdigkeit Rund um das Schloss. Die Spannweite übertrifft mit 632 Metern selbst Schloss Versailles.
Das Schloss war jahrhundertelang die Sommerresidenz der Wittelsbacher. Die Ente hier oben im Bild übrigens hatte sichtlich Freude an uns. Kaum zu glauben bei den riesigen Besucherzahlen tagtäglich. Sehr geduldig die Madame.♡
1663 wurde durch Schenkung ihres Gemahls die Bayerische Kurfürstin Adelheid von Savoyen zur Eigentümerin der Hofmark Menzing, wo bereits Schloss Blutenburg lag. Anlass war die Geburt des Kurprinzen Max Emanuel, des lange ersehnten Thronerben. Erst unter Max Emanuel wurde die Münchner Residenz eine Generation später ausgebaut. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg bis 1714 und der Besetzung Bayerns durch die Österreicher wurden die Arbeiten ab 1716 wiederaufgenommen und die Parkburgen entstanden.
Im Nymphenburger Vertrag von 1741 verbündeten sich Frankreich, Spanien, Bayern, Sachsen mit Preußen gegen Österreich. Kurfürst Karl Albrecht lebte nach seiner Rückkehr nach München in seiner Zeit als Kaiser ab Oktober 1744 meist in Nymphenburg. Im Jahre 1747 gründete Karl Albrechts Sohn Kurfürst Max III. Joseph die Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Als wichtigste Sommerresidenz war Nymphenburg Schauplatz zahlreicher Festlichkeiten des Hofes, 1763 nahmen die Mozarts an einer großen Gala auf Schloss Nymphenburg teil und Wolfgang Amadeus Mozart spielte vor dem Kurfürsten. 1792 ließ Kurfürst Karl Theodor den Nymphenburger Park auch für das Volk öffnen.
1805 fiel der österreichische FeldmarschallleutnantKarl Philipp zu Schwarzenberg mit 200 Husaren in Schloss Nymphenburg ein und forderte mit ultimativen Drohungen den Anschluss der bayerischen an die österreichischen Truppen, bewirkte aber dadurch eine bayerische Allianz mit Frankreich.
König Maximilian I. starb 1825 im Schloss, sein Urenkel König Ludwig II. wurde 1845 hier geboren. 1863 fand in Nymphenburg das einzige Treffen zwischen Ludwig und Otto von Bismarck statt, der ihm in lebenslanger Freundschaft verbunden blieb. 1873–1875 wurde Prinz Otto im südlichen Pavillon unter Isolation gehalten.
Von 1890 bis 1916 befand sich 200 Meter östlich des Schlosses am Romanplatz der Volksgarten Nymphenburg, der zur damaligen Zeit größte Freizeitpark Deutschlands.
Durch die Revolution 1918 kam Nymphenburg dann in Staatseigentum. Die Wittelsbacher behielten ein begrenztes Wohnrecht, das vom jeweiligen Oberhaupt des Hauses Wittelsbach genutzt wird.
Mit dem Ende der Weimarer Republik bemächtigten sich die Nationalsozialisten der Anlage. Die Ortsgruppenleitung der NSDAP erhielt einen unterirdischen Bunker. Während des Zweiten Weltkriegs wurden das Hauptschloss und die Amalienburg zum Schutz vor Luftangriffen mit einem Tarnanstrich versehen, die großen Wegeflächen dunkel belegt und Teile des Mittelkanals abgedeckt. Nach dem Krieg wurden die Schäden beseitigt. 1952 erfolgte die Eröffnung des heutigen Marstallmuseums. Häufig diente das Schloss als Filmkulisse.
Einige Räume haben ihre originale Barockdekoration erhalten, andere wurden später im Stil des Rokoko und des Klassizismus umgestaltet.
Deckenfresko im Steinernen Saal
Im Mittelpavillon gestaltete François de Cuvilliés ab 1755 den über drei Geschosse reichenden Steinernen Saal als Festsaal. Die Fresken entstanden unter der Leitung von Johann Baptist Zimmermann, das zentrale Deckenfresko stellt Helios im Sonnenwagen, begleitet von anderen Göttern, dar. In seiner Form stammt der Saal jedoch noch aus der ersten Bauperiode von Barelli und Zuccalli, auch die Wand- und Fenstergliederung durch Viscardi von 1702–1704 wurde damals beibehalten.
Geburtszimmer von König Ludwig II.
Südliche Pavillons und Marstall
In den ehemals königlichen Stallungen im Südtrakt befindet sich das Marstallmuseum, mit einer der bedeutendsten Kutschensammlungen Europas. Darüber befindet sich die Sammlung Nymphenburger Porzellans. Wir waren in beiden Museen, auch wenn die Zeit sehr knapp war und die Museumswärter ein Auge zudrückten und uns die letzten Minuten bis zur Schließzeit auskosten ließen..
Die Auswahl der Fotos im Marstallmuseum fällt mir sichtlich schwer: Warum war Ludwig II. nur so protzig? Etwas übertrieben hat er es schon. Mir als Minimalistin ist diese Lebensweise sehr schwer nachzuvollziehen. Aber alles in allem war der Besuch sehr faszinierend.
Hotel Prinz Myshkin
Daran anknüpfend entführte mich mein allerliebster Herr Gemahl in das Prinz Myshkin garden Parkhotel, welches in direkter Nachbarschaft zum Schloss Nymphenburg liegt. Zu Fuß ein Hopser.
Die Küche wird wie folgt beschrieben: „Wir servieren flexitarische Küche mit einem Fokus auf kreative vegetarische und vegane Gerichte wie auch Optionen mit Fisch und Fleisch.“ Somit finden wir Gerichte wie Pizza Vegana mit verschiedenen Gemüsen und Mandelpesto, hausgemachtes, veganes Schokoladenmousse mit Mango-Maracuja-Kompott, Massaman Curry: Gelbes Kartoffelcurry mit Tofu, Karotten und Erdnüssen, wahlweise mit Reis, Quinoa oder Bulgur und Frische Trinkkokosnuss vor. Und dies ist nur ein Auszug dessen, was hier möglich ist.
Am nächsten Morgen wurden wir von einem veganen Frühstück überrascht.
Wir haben es so genossen und ich danke Dir, mein lieber Mann, für dieses wunderbare Geschenk. ★♡
Auf dem Weg zum Olympiaturm hält uns dieser kleine, feine Imbiss auf. Es duftet so lecker und 100% vegan überzeugt uns einfach.
Die Aussicht vom Olympiaturm ist phänomenal und ich bedanke mich bei meinem Seelendiamanten für dieses Erlebnis.
Hier wartet schon unser ICE-Schätzchen auf uns.ツ
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Fazit: Ein wunderbares Erlebnis in reinster Liebe und Nähe mit der Seelenhälfte die sich jeder wünscht und tierleidkonform voller Empathie für alle Seelen dieser Erde geht dieses Wochenende zu Ende.
In meiner pädagogischen Arbeit ist für mich das Kamishibai ein wertvoller Begleiter. Es ist ein Erzähltheater und besteht aus einem Rahmen mit Flügeltüren, der oben geöffnet ist. Zwischen den Leisten ist so viel Platz, dass mehrere Bilder als Stapel hineingestellt werden können. Die Bilder werden im Rahmen von den Zuschauern betrachtet und vom Erzähler nacheinander wieder heraus gezogen. Die Aufmerksamkeit der Zuhörer wird so auf den bildlich dargestellten Kern der gesprochenen Worte gelenkt. Irgendwie wie Fernsehenohne Strom, beschreibt es einst ein Grundschüler.
Umgekehrt dienen die mit dem Rahmen fokussierten Bilder dem erwachsenen und kindlichen Erzähler als Gedächtnisstützen für die eigenen inneren Bilder. Das Kamishibai verstärkt also sowohl die äußeren als auch die inneren Bilder in ihrer Wirkung. Die Wechselwirkung lässt ein Kino im Kopf entstehen, unterstützt das freie mündliche Erzählen und führt von der vorbereiteten Geschichte zur eigenen Sprache. Es ist eine bildgestützten Erzählkunst. Mit den Kindern habe ich oft eigene Geschichten erfunden und gestaltet, was allen Teilnehmern unheimlich viel Freude bereitet hat.
Der Wunsch bei mir wächst immer mehr, ein eigenes Märchentheater zu besitzen. Und dies erfüllt mir meine liebe Seelenhälfte. Mein liebster Mann baut mir mein eigenes, individuell geschmücktes Kamishibai in der Bildgröße A3.
Online haben wir eine wunderbare Bau-Anleitung dafür gefunden, welche uns sehr in unserem Vorhaben unterstützt hat. Hier sind auch die Maße, genau vorgegeben und die Arbeitsschritte beschrieben. Daran könnt ihr Euch halten!
Als Material haben wir im Baumarkt Birke Multiplex gewählt. Damit das Papiertheater stabil und sicher stehen kann, sucht Euch bitte keine zu dünne Platten heraus.
Zuletzt noch die Scharniere anbringen.
Die Türen gehen übrigens nach vorne auf, damit das Theater stabil steht.
Die Rückwand haben wir mit kleinen Nägelchen befestigt. Das hält wunderbar.
Hier seht ihr unser fertiges Kamishibai. Bereits im Einsatz seit mehreren Wochen. Ein Traum. Ich liebe es und die Zwerge in meiner Kindereinrichtung auch.
Am Liebsten wähle ich Tier– und Umweltschutzthemen, welche mir als Tierschutzpädagogin natürlich sehr am Herzen liegen und bei den Zwergen immer gut ankommen.
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Fazit: Ich möchte mein eigenes, individuelles Kamishibai nicht mehr missen. Sowohl die Anfertigung mit meinem Engel, als auch die Anwendung damit ist für mich pures Glück. Falls ihr erst einmal testen wollt, ob Euch diese Erzählkunst liegt, gibt es aber die Möglichkeit, ein Kamishibai in Hochschulen und Bibliotheken unverbindlich auszuleihen. Erkundigt Euch.
Wir finden farbige Uraltschätze im Keller und werden sie mit den Kinder für das Einfärben von Ostereiern verwenden. Plastik und Holzeier kommen dabei zum Einsatz. Mit den Resten werden wir uns damit Glückwunschkarten dekorieren.
Material
Marmorierfarben
Ostereier weiß oder farbig aus Styropor, Plastik oder Holz
1 alte Schüssel
Holzspieße zum Muster rühren
Für jeden Marmoriervorgang gebt ihr ein paar Tropfen Farbe in einen Behälter, der mit Wasser gefüllt ist, rührt dann zügig mit einem HolzstäbchenMuster ein und taucht dann ein Ei mit einer leichten Drehbewegung ein. Aufhängen und kurz trocknen lassen.
Wir schauen, dass das Wasser Zimmertemperatur hat. Ist das Wasser zu kalt oder zu warm, dann trocknet die Farbe zu schnell und klebt als Klumpen sogar noch am Holzstäbchen fest.
Die Marmoriereffekte sind faszinierend, denn jedes Ei sieht komplett verschieden aus. Vor dem nächsten Marmoriervorgang schöpfen wir die Farbreste auf der Wasseroberfläche vorsichtig mit Küchenpapier ab. Dann können wir aufs Neue loslegen.
★
Die Marmorierfarbe ist auf Lackbasis hergestellt, trocknet daher sehr schnell und ist wetterfest. Die Kinder konnten deshalb auch draußen im Garten die Osterzweige behängen. Eine schöne Abwechslung, jedoch werden das nicht meine Lieblingsfarben. Für die Kinder aber eine schöne Erfahrung.
Unsere alltägliche Entscheidung – unser aller Leben!
Fragt ihr Euch auch, wie sich mit Eurem Lebensstil der Klimawandel beeinflussen lässt? Wir haben für Euch unsere eigenen wichtigsten Klima-Punkte zusammengefasst. Jeder setzt seinen Fokus anderweitig, jedoch sind für uns gerade diese Punkte ausschlaggebend für eine klimaneutrale, saubere und faireUmwelt.
Vegane pflanzliche Ernährung
Tierleidfrei und völlig im reinen mit uns und unserer Umwelt. Es ist die Überzeugung, dass wir mit unserer Lebensweise das Leid unserer Mitlebewesen verringern und der Welt ein Stückchen weit helfen können. Es gibt nichts anderes, außer diese verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Es ist mir mittlerweile völlig unklar, warum es Menschen gibt, die diesen Schritt nicht durchführen können oder nichtwollen. Kauft wenn möglich bio veganes Obst und Gemüse, damit die Erde sich erholen kann und damit die Nahrungsmittel gekauft werden, welche die Kraft vom Leben in sich tragen. Wir brauchen keine güllegetränkten Felder. Nein, das wollen wir nicht. Schaut Euch die Äcker an: Kein einziges Wildkraut wächst darin, weil Glyphosat alles zunichte gemacht hat. Wollt ihr das wirklich konsumieren? Wir möchten das nicht.
Palmöl
Wir verzichten weiterhin auf sämtliche Produkte, die Palmöl enthalten. Für uns das absolute No-Go und nicht zu rechtfertigen. Glaubt auch keinen Herstellerangaben, die Euch davon überzeugen wollen ihr Produkt sei fair gehandeltes Bio-Palmöl. Das gibt es nicht.
Soja
Beim heutigen Einkauf haben wir im Tegut Stuttgart mit dem Filialleiter ein ca. halbstündiges wirklich kompetentes Gespräch über den Konsum von Nahrungsmitteln und deren Folgen geführt und sind sehr erfreut darüber. Ausschlaggebend war von uns die Nachfrage nach dem österreichischen Produkt Vegini welches rein auf der Basis von Erbsenprotein hergestellt wird und auch die weiteren Zutaten darin regional sind. Die Produkte werden folgendermaßen beworben: Aus Erbsen, ohne Soja und Gentechnik, extrem proteinreich, ohne Zusatzstoffe, glutenfrei, laktosefrei, rein natürlich und eine bessere CO2 Bilanz. Kurz gesagt: Gut für die Umwelt, das Klima, die Tiere und für uns selbst. Das hört sich alles sehr stimmig an. Natürlich gibt es auch andere Marken, welche sich in diesem Bereich etablieren. Nichtsdestotrotz dürft ihr Euch von den Menschen, die behaupten, wir Veganer würden durch den Verzehr von Soja den Regenwald zerstören, auf keinen Fall verunsichern lassen. Mittlerweile weiß auch der letzte Otto hinter dem Berg, dass dieses regenwaldvernichtende Soja in der Massentierhaltung ihren Einsatz hat.
Avocado
Dann kommt das Thema Avocado auf und wir können dem Marktleiter darauf antworten, dass wir diese Frucht nicht konsumieren möchten. Momentan als Superfood in aller Munde, genießen nicht nur Veganer und Vegetarier dieses grüne Früchtchen, sondern auch Allesesser. Doch Vorsicht: Die Ökobilanz ist verheerend und es werden Unmengen an Ressourcen verbraucht bis sie endlich bei uns hier im Handel angeboten werden kann. Ein Avocado-Baum benötigt überdurchschnittlich viel Wasser. Das finde ich ganz furchtbar. Ich kann so etwas nicht essen und verzichte mit gutem Gewissen darauf. Den Hype darum verstehe ich null Komma null.
Der Konsum exotischer Früchte
Der Maßvolle Genuss: Zur Nachhaltigkeit gehört auch ein wenig Verzicht. Erdbeeren im Winter braucht zum Beispiel niemand und es müssen auch nicht jeden Tag fünf Bananen in den Smoothie kommen. Wenn ihr darauf nicht verzichten wollt, achtet zumindest auf bio und fair: Damit verhindert ihr Pestizidbelastung, Monokulturen und soziale Missstände. Im Übrigen halte ich es für unangebracht und nicht gesundheitsfördernd, Unmengen an süßen Früchten zu konsumieren. Wir haben so viel eigenes regionales Obst wie Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Trauben, Mirabellen und vielem mehr, das reicht doch vollkommen aus.
Der Weg zum Einkaufsmarkt
Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder wie wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Lebensmittelladen zu fahren, wirkt sich positiv auf die Klimabilanz aus. Es ist die Überzeugung dahinter, der Umwelt etwas Gutes zu tun und demnach auch für uns selbst. Für den Transport unserer Einkäufe haben wir uns einen Einkaufstrolley zugelegt. Damit ist die Beförderung ganz leicht. Öfters mal das Auto stehen zu lassen lohnt sich.
Reisen
Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe haben es klimatechnisch in sich. Das wissen wir mittlerweile alle. Da gehören viele Gedankengänge pro | contra dazu, um eine solche Reise zu buchen. Das muss jeder selbst für sich entscheiden. Wenn wir mit einem Ausflugsschiff einen See erkunden versuchen wir uns vorab zu informieren wie die Reedereiihre Boote umwelttechnisch ausrüstet. Das betrifft die Abgasreinigung und den verwendeten Brennstoff. Da kann Euch der Eigner oder Bootsführer weiterhelfen. Falls das Ergebnis für uns nicht zufriedenstellend ist verzichten wir darauf und planen anderweitig unseren Tag. Wir sind sehr flexible Menschen.
Pflanzt Bienenblumen und lasst Euren Garten verwildern für die kleinen Insekten.
Doch nicht nur der Regenwald wird wie oben beschrieben abgeholzt, sondern auch bei uns müssen tagtäglich viele BäumeBebauungsmaßnahmen oder Straßen- und Schienenerweiterungen weichen. Jedoch sind natürliche Wälder enorm wichtig für den Natur- und Artenschutz. Angesichts steigender Temperaturen stehen aber vor allem die Auswirkungen auf das Klima im Fokus. Jeder Baum ist entscheidend für die Klimabilanz. Ich möchte Euch zu diesem Thema die Idee „I plant a Tree“ vorstellen. Hier könnt ihr selbst Bäume pflanzen, es online als Auftrag beantragen oder Flächen zur Wiederaufforstung in Auftrag geben.
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Trommelwirbel und Paukenschlag | Eure Aufmerksamkeit wird nun gefordert: Mit unserer jetzigen tierleidfreien und umweltkonformen Lebensweise und den oben beschriebenen Berücksichtigungen haben wir uns unseren eigenen, persönlichen Fußabdruckim Internet ausrechnen lassen. Das Ergebnis sieht mau aus.
Das persönliche Ergebnis besagt, dass wenn jeder so wie wir lebt, es 1,5 Erden benötigen würde!
Tipps für den Bereich Ernährung
Ergebnis:
Fleisch- und Wurstverzehr
Super, Du isst kein Fleisch! Das ist gut für die Umwelt und Deinen ökologischen Fußabdruck. Vielleicht können andere von Deinen Erfahrungen profitieren und Du kannst ihnen vegetarischen Genuss schmackhaft machen?
Tierische Produkte
Respekt: Du kommst ganz ohne tierische Produkte aus. Vielleicht kannst Du helfen anderen ihre Berührungsängste vor veganer Ernährung zu nehmen.
Fischverzehr
Du isst kein Fisch. Gut! Da freut sich der Fisch und Dein Fußabdruck.
Bio Lebensmittel
Dir ist bio wichtig! Vielleicht kannst Du anderen Tipps geben, wie sie ihren Bio-Anteil am leichtesten vergrößern können. Wie wäre es mit Gemüse, Obst oder Kräutern im Garten oder auf dem Balkon?
Regional und saisonal
Du isst regional und saisonal. Das braucht eine Menge Wissen. Organisiere doch einen saisonalen Kochkurs und gib etwas davon weiter!
Lebensmittelverschwendung
Wenn Lebensmittel wirklich verdorben sind, muss man sie wegschmeißen. Achte jedoch darauf, dass sich solche Fälle nicht häufen! Fordere auch den Lebensmittelhandel auf, Verschwendung zu vermeiden!
Tipps für den Bereich Wohnen
Wohnfläche
Eine kleinere Wohnfläche ließe sich günstiger heizen.
Heizung
20 Grad sind eine optimale Raumtemperatur für Wohn- und Kinderzimmer. In Küche, Schlafzimmer und Zimmern, in denen Du Dich weniger aufhältst, kannst Du aber auch weniger heizen.
Tipps für den Bereich Mobilität
Bus und Bahn
Bahn- und Busfahrten belasten die Umwelt weniger als das Auto. Außerdem kannst Du beim Fahren lesen, quatschen oder Dir Geschichten ausdenken. Trotzdem gilt: Am umweltfreundlichsten ist das Vermeiden weiter Strecken.
Auto
Gar nicht Autofahren verdient Respekt. Wenn Du das freiwillig machst, kannst Du anderen verraten, wie es geht und dass es okay ist.
Flugzeug
Fliegen ist richtig übel für das Klima. Toll, dass Du ohne auskommst.
Tipps für den Bereich Konsum
Fuhrpark
Fahrradfahren hält fit und ein Leben ohne Auto schont die Umwelt. Sparsame Elektroroller können mit Ökostrom betrieben werden.
Einrichtung
Achte bei Neuanschaffungen auf Umweltfreundlichkeit. Das meint auch Langlebigkeit, Funktionalität und Ästhetik. Nicht alles muss man in der eigenen Wohnung rumstehen haben. Für viele Dinge ist „Nutzen statt Besitzen“ eine praktische Möglichkeit.
Konsumgüter
Du kannst Dein Geld mit Vorteil für die Mitwelt nutzen, indem Du Dir hochwertige, langlebige, bio-faire Produkte leistest. Sparen kannst Du durch Tauschen, Leihen, Teilen, Schenken, Selbst machen, Reparieren und konsumfreie Hobbys.
Müll
Abfallvermeidung schont Umwelt und Betriebskosten: unverpackte Ware kaufen, Zeitschriften leihen und teilen, Kleinportionsverpackungen vermeiden, Recyclingpapier nutzen.
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Fazit: Das Ergebnis unserer eigenen persönlichen Klimabilanz ist laut zwei verschiedener Programme verbesserungswürdig. Jedoch sind die Angaben sehr oberflächlich. Als Beispiel das Thema Zeitung: Wir haben nur die Freitag- und Samstag-Ausgabe und verwerten diese weiter für unseren Biomüll, anstatt Tüten zu kaufen. Das wird bei der Umfrage beispielsweise nicht berücksichtigt. Auch dass wir uns rein pflanzlich ernähren beeinflusst das Ergebnis nicht wie erhofft. Allerdings wird in den persönlichen Fußabdruck auch ein gesellschaftlicher Grundbeitrag mit eingerechnet, welcher zu dem Resultat führt. Nichtsdestotrotz nehmen wir die Verbesserungsvorschläge als Motivation an hier weiterzumachen und dran zu bleiben. Vielleicht spornt Euch unsere Klimabilanz-Zusammenstellung an, Euch selbst zu reflektieren und Änderungen im ein oder anderen Lebensbereich vorzunehmen. Es lohnt sich immer!