Brennnessel-Kraft

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Heute gelüstet es uns nach Grün. Viel frischem Grün, speziell auf Brennnessel, weshalb wir uns eine Tasche richten, Handschuhe, Gartenschere und viel Vorfreude.

In der Naturheilkunde wird die Brennnessel unter anderem als stoffwechselanregend, blutreinigend und harntreibend (entwässernd) eingestuft.

Von der Brennnessel wird dabei das gesamte Kraut einschließlich der Wurzel therapeutisch genutzt. Paracelsus wusste schon vor 500 Jahren: „Wenn man sie kocht und mit Pfeffer oder Ingwer mischt und auflegt, hilft dies bei Gelenkschmerzen.“ Heute ist die gute Wirksamkeit von Brennnesseln bei rheumatischen Erkrankungen wissenschaftlich erwiesen.

Nicht weit von uns entfernt werden wir sogleich fündig und schneiden uns ein paar Stängel, des wertvollen Wildkrautes ab. Nehmt von Pflanzen immer nur so viel, dass sie weiter wachsen können. Beachtet auch, dass die Pflanzen am Wegesrand eventuell durch Urin von Hunden belastet sein könnten. Deshalb bevorzugen wir die Wildpflanzen in den hinteren Bereichen.

Das Brennen entsteht übrigens durch das Abrechen der mit Kieselsäure angereicherten und daher glasartigen Brennhaare, die dann in die Haut eindringen und dort einen Mix aus Histaminen, Ameisensäure und Acetylcholin freigeben. Diese Reaktion gilt eigentlich Fressfeinden, trifft jedoch auch uns.

Die Brennnessel ist außerdem eine wahre Vitaminbombe. Sie enthält Karotinoide, Kalium, Kalzium, Eisen und Chlorophyll. Dieser hohe Nährstoff- und Vitamingehalt machen das Wildkraut zu einem wahren Wundermittel. Auch die Samen sind essbar. Sie werden in vielen Kulturen als Aphrodisiakum eingesetzt, man kann sie im August/September leicht ernten. Meine Mama macht das regelmäßig und streut die getrockneten Samen über Gemüse- und Salatgerichte. Das ist durchaus lecker.

Wascht die Brennnessel bitte gut durch, weil sich unter den Blättern kleine Läuse oder Larven befinden können.

Zu unserem Wildkraut geben wir noch Staudensellerie (Achtung: Nicht jedermanns Sache ;-)), Fenchel und Gurke hinzu. Alles durch den Entsafter gejagt, gibt das einen wertvollen Powertrunk. Nicht zu vergleichen, mit den süßen Smoothies aus dem Discounter.

Noch ein kleiner Geheimtipp von uns:

Als Smoothie verdünnen wir uns den Wildkräuter-Powertrunk mit Wasser und Zitronen- oder Limettensaft. Trotzdem bleibt dabei einiges an Vitalkraft über. Einen geringen Teil füllen wir deshalb in Eiswürfelbehälter, um an zeitraubenden Tagen, diese aufzutauen und genießen zu können.

Desweiteren verarbeiten wir einen Teil davon mit Leinsamen, frisch gepressten Haferflocken, Kürbis– und Sonnenblumenkernen und Flohsamenschalen zu einem knusprigen Knäckebrot. Vitaminbombe und Broterlebnis in einem.

Zu bestreichen sowohl mit deftigen, als auch süßen Aufstrichen, oder auch einfach pur zu genießen. Ein Allroundtalent unser Herzschatz-Vitamin-Knusper-Brot.

Fazit: Optisch vielleicht nicht der burner, aber der Inhalt zählt. Und damit kann unser Powertrunk und Knusperbrot durchaus punkten. Probiert es unbedingt aus.

 

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