Die Biene

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Bienen gehören zu den Insekten und damit zu den Gliedertieren. Sie sind mit die ältesten Lebewesen und wohnen vermutlich schon seit 100 Millionen Jahren auf der Erde!

Fakten

In den letzten 30 Jahren ist der Bestand fliegender Insekten allein in Deutschland um mehr als 75 Prozent geschrumpft. Von den Wildbienen gelten bereits 561 Arten als gefährdet, 16 Arten sind schon ausgestorben. Die Gründe für das Bienensterben sind vielfältig und werden nach wie vor untersucht. Fest steht jedoch, dass der Mensch in die Ursachen beteiligt ist.

Aussehen

Der Körper der Biene umfasst den Kopf mit darin sitzenden Augen, zwei Fühler und die Mundwerkzeuge. An der Brust sitzen zwei hauchdünne Flügelpaare und sechs Beine. Der Körper ist gelb-schwarz geringelt.

Eine Bienenkönigin wird 16 bis 20 Millimeter groß und legt täglich mehr als 1500 Eier.

Die männlichen Bienen nennt man Drohnen. Drohnen besitzen keinen Stachel und sammeln auch keinen Honig.

An der Außenseite der Hinterbeine befinden sich kleine Auffangmulden, in welchem der Blütenstaub transportiert wird. In den Haaren der Körperoberfläche bleiben aber auch Blütenpollen hängen und werden so von Blüte zu Blüte getragen. Dadurch sorgen Bienen ganz nebenbei für die Befruchtung der Pflanzen.

Nahrung

Bienen ernähren sich von Nektar, aber auch von Blütenpollen, die sehr viel Eiweiß, Fett, Mineralien und Vitamine enthalten.

Als Wintervorrat dient der aus dem Nektar hergestellte Honig. Die Königin frisst fast nur „Gelée royale“.

Verhalten

Honigbienen sind soziale Tiere, die nur gemeinsam in Staaten überleben können. Ein solcher Bienenstaat wird auch Volk oder Kolonie genannt und besteht aus 40 000 bis 80 000 Tieren.

Wo leben Bienen

Honigbienen stammen ursprünglich aus Südostasien. Seit sie vom Menschen als Nutztiere gehalten werden, haben sie sich über die ganze Welt verbreitet. Heute leben weltweit in ca. 52 Millionen Bienenstöcken rund 3 Billionen Bienen!

Bienen sind hervorragende Baumeisterinnen und machen sich ihr Zuhause selbst: sie produzieren senkrecht hängende Wachsplatten, die sogenannten Waben. Dort bauen sie sechseckige Zellen an, in denen sich die Larven entwickeln und Vorräte aufbewahrt werden. Die Waben eines Bienenstocks sind ein kleines Wunderwerk: Die sechseckige Form der Zellen passt perfekt ineinander.

Pro Tag kann ein Bienenvolk bis zu einem Kilogramm Honig produzieren.

Problematik

Das Nahrungsangebot der Wildbienen schrumpft wegen der Honigbiene. Honigbienen werden in Massen gezüchtet und sammeln überproportional viel Nektar, der ihnen anschließend für den menschlichen Konsum von Honig weggenommen wird. Das bedroht die Nahrungsgrundlage von Wildbienen und anderen Insekten. Auch hier ist der Mensch mit verantwortlich.

Pestizide

Hinzu kommt die Zunahme an Monokulturen und damit verbunden der Verlust von Flächen, auf denen heimische Pflanzen wachsen können. So fehlt es Bienen an abwechslungsreicher Nahrung, die für die Insekten jedoch einen Schutz vor Krankheiten darstellt. Außerdem haben viele Pflanzen nur eine kurze Blütezeit. Blüten, die zu anderen Zeiten vorhanden wären, fallen weg, weshalb Bienen Hunger leiden. Auch Pestizide machen den Bienen zu schaffen, denn sie wirken sich nachweislich auf das Nervensystem der Bienen aus. Dadurch wird unter anderem eine Orientierungslosigkeit verursacht, die zu Beeinträchtigungen in Lebensdauer führt.

Lebensraum

Eine weitere Ursache des Bienensterbens ist die Urbanisierung. Immer mehr Straßen und Bauflächen verdrängen den natürlichen Lebensraum, die Nahrung und die Nistplätze der Bienen. Das nimmt den Bienen ihre Lebensgrundlage.

Klimawandel

Der Klimawandel bringt für Bienen vieles durcheinander. So gibt es heute frühere Blütephasen, längere Wärmeperioden im Winter und plötzliche Temperaturschwankungen. All das sind Faktoren, die ihren Kreislauf durcheinanderbringen, an ihren Energievorräten zehren und sie allgemein anfälliger machen. Somit trägt der Klimawandel  zum Aussterben von Bienen bei.

Folgen des Bienensterbens

Der Rückgang der Bienenpopulationen stellt ein ernstes Problem für die Welternährung dar und könnte zur Auslöschung von Pflanzen wie Kaffee, Äpfeln, Mandeln, Tomaten oder Kakao führen. Viel Gemüse und Obst müsste dann durch Reis, Mais oder Kartoffeln ersetzt werden. Das wiederum würde eine unausgewogene Ernährung mit sich bringen, die in der Folge zu vermehrter Immunschwäche und Mangelerscheinungen bei uns Menschen führt.

Haltung

Menschen haben bereitsseit ca. 13 000 Jahren den Honig wilder Bienen gesammelt. In Ägypten wurden schon vor 6000 Jahren Bienen in Tonröhren zur Gewinnung von Honig gehalten. Die Haltung von Bienen wird Imkerei genannt, und ist ein richtiger Beruf. Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass diese Haltungsform mit dem heutigen Verständnis vertretbar ist.

Ausnutzung

Der Imker bietet den Bienen einen sicheren Platz, indem er ihnen Kästen zur Verfügung stellt, in die sie ihre Waben bauen können. Er hält die Kästen sauber, versorgt die Bienen mit Trinkwasser, entfernt regelmäßig alte Waben und kontrolliert, ob die Bienen gesund sind. Außerdem bringt er die Bienenvölker zu geeigneten Plätzen, an denen sie viel Futter finden beispielsweise zu blühenden Feldern.

Und natürlich erntet er den Honig. Dazu werden die Waben aus dem Stock genommen und mit hoher Geschwindigkeit in einer Maschine geschleudert. Dabei wird der Honig aus den Wachswaben gelöst. Als Ersatz für den Honig gibt der Imker den Bienen Zuckerwasser als Winternahrung. All das rechtfertigt jedoch nicht die Ausnutzung der Tiere, für einen kurzen Gaumenschmauß für den Menschen. Wir „modernen“ Menschen haben eine große „Auswahl“ an Alternativprodukten.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bezogen auf die Bienen bedeutet, dass sie unter artgerechten Bedingungen, ohne menschliche Eingriffe überlebensfähig sind.

Eigenes Zutun

  • Bienen brauchen ihren Honig selbst. Greift daher beim nächsten Einkauf zu einer pflanzlichen Honigalternative.
  • Pflanzt bitte bienenfreundliche Blumen im Garten oder auf dem Balkon und den Wiesen.
  • Stellt Bienen ein artgerechtes Insektenhotel zur Verfügung.
  • Versuche, Obst und Gemüse möglichst aus biologischer, regionaler und saisonaler Herkunft zu kaufen.

Fazit: Wenn wir Tiere, egal welcher Spezies annehmen, akzeptieren und wertschätzen, wird die Ausnutzung über den Honigverbrauch irgendwann enden, weil ein Umdenken dadurch ststtfinden wird. Der Einsatz von Pestiziden muss täglich hinterfragt werden, um die Zugangsvoraussetzungen zu erschweren. Packen wir es gemeinsam an.

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