Plakat | Nashorn enthornt
#Nashorn #Wildnis #Gefährdung #Ökosystem #Wilderei #Kunst #Bedrohung
★
Es sollte ein Aufklärungsplakat über das Artensterben von Nashörnern werden. Tagelang recherchierte ich und versuchte, die dringlichsten Fakten zu ordnen, um sie dem Betrachter zu verdeutlichen. Bis ich an einen Punkt kam, wo mich die Realität einholte und ich vor Wut und Trauer alles nur noch hinschmeißen wollte. Es zerriss mir das Herz. Und dann…
begann ich zu malen…..
Nun konzentriert sich mein Poster auf den Ist-Zustand des Tieres und soll den Betrachter emotional einholen: Das Bewusstsein durch Mitfühlen schärfen und zum Umdenken, im besten Fall zum Handeln anregen.
★
Nashörner leben schon seit über 50 Millionen Jahren auf unserem Planeten. Sie haben Eiszeiten überlebt und sind, mit fünf Metern Körperhöhe und 20 Tonnen Gewicht, einst die größten Tiere der Erde gewesen.
Bedeutung für das Ökosystem
Asiatische Nashörner haben durch ihr Gewicht und ihre Größe einen großen Einfluss auf die Pflanzenwelt in ihrem Lebensraum. Sie zertrampeln beispielsweise Pflanzen, wodurch für kleinere Pflanzenfresser beliebte Futterplätze entstehen. Außerdem ernähren sich die Nashörner von Früchten und verteilen deren Samen über ihren Kot.
Nashornarten
Breitmaulnashorn (Weißes Nashorn): Es lebt in Afrika und ist die größte Art. Es hat eine breite Lippe zum Grasen.
Spitzmaulnashorn (Schwarzes Nashorn): Es lebt ebenfalls in Afrika, ist etwas kleiner und hat eine spitze Greiflippe, um Blätter zu fressen.
Indisches Panzernashorn: Dieses Nashorn ist in Asien beheimatet und erkennbar an der hautartigen Panzerung und einem Horn.
Java-Nashorn: Es ist eine der seltensten Säugetierarten der Welt, lebt in Indonesien und besitzt nur ein Horn.
Sumatra-Nashorn: Die kleinste und einzig behaarte Nashornart. sie lebt in Asien und ist vom Aussterben bedroht.
Bedrohte Tierart
Alle fünf Nashornarten sind durch Wilderei für den illegalen Hornhandel und Lebensraumverlust akut vom Aussterben bedroht.
Ob Jäger oder Lebensraumverlust, ihrem ärgsten Feind, dem Menschen, entkommen sie nicht, denn ihre größte Bedrohung ist die Wilderei.
„Nashörner sind vom Aussterben bedroht und müssen geschützt werden.“
Hauptgründe für das Sterben
- Illegale Wilderei (Hauptursache): Nashörner werden wegen ihrer Hörner gejagt, die auf dem Schwarzmarkt extrem wertvoll sind, teilweise teurer als Gold oder Drogen.
Wie können wir zum Schutz der Tiere beitragen?
Die wichtigsten Maßnahmen
- Ausbildung von Rangerinnen und Rangern
Stärkung der Ranger: Ausrüstung von Wildhütern mit Schutzkleidung, Funkgeräten und Fahrzeugen.
- Aufklärungsarbeit in den Abnahmestaaten
Solange es eine Nachfrage nach ihrem Horn gibt, solange werden Nashörner gejagt. Deshalb sind Aufklärungskampagnen, Kooperationen mit Universitäten in asiatischen Staaten, sowie die Förderung von Ersatzprodukten für Nashornmittel unabdingbar.
- Umsiedlung in sichere Gebiete
Erfolgreiche Umsiedlungsprogramme für Nashörner in Afrika, in Gebiete mit genügend Platz, damit sie sich ungestört entwickeln können sind eine wichtige Maßnahme.
- Lebensraumverlust
Der Lebensraumverlust führt zur Bedrohung aller Bestände der Nashörner auf der ganzen Welt. Diese Bedrohung für die Tiere geht alleine vom Menschen aus!
- Spürhunde gegen Wilderei
Im Einsatz gegen Wilderei spüren hochqualifizierten Spürhunde-Einheiten Wilderer auf und suchen versteckte Waffen und Wildtierprodukte.
- Nashorn-Horn vergiften?
Die Idee dahinter: Nashörner betäuben, Löcher in die Hörner bohren, sie mit Gift füllen und mit Signalfarben und Warnschildern vor der tödlichen Gefahr warnen, um Wilderer und Konsumenten abzuschrecken. Hierbei wäre die ethische Frage, ob es akzeptabel ist, Menschen zu vergiften.
Zum anderen sind die Wilderer nicht die Konsumenten des Horns, weshalb das Gift für sie keine Gefahr darstellt. Somit ist es auch keine Abschreckung.
Konsumenten leben weit entfernt in Asien und kennen die Ursprungsquelle vom Nashorn-Pulver nicht.
Auch wäre es unmöglich, das Horn aller 25.000 Nashörnern in Afrika zu vergiften. Außerdem wächst das Horn pro Jahr vier bis sieben Zentimeter nach und die Methode wäre viel zu kostspielig um sie durchzuführen, weil sie ständig wiederholt werden müsste. Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass sich Gift und Farbe aus dem Bohrloch nicht in das restliche Horn verbreiten.
- Hörner absägen?
Das Absägen der Hörner kann nur unter Vollnarkose geschehen. Das ist sehr belastend und gefährlich für die Tiere. Auch wächst das Horn zügig nach und der invasive Eingriff muss ca. alle zwei Jahre wiederholt werden. Zudem sind selbst kleinste Mengen Horn wertvoll für Wilderer, so dass die Methode keinen zuverlässigen Schutz bietet und zum Teil sogar Tiere mit kleinen Hornstümpfen gewildert werden.
- Horn verkaufen?
Das angesammelte Horn ist in Asien Millionen wert. Jedoch zieht das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, was den Handel verbietet, den südafrikanischen Nashornbesitzer einen Strich durch die Rechnung.
Dennoch wird versucht das Horn nach Asien zu exportieren. Die Händler rechtfertigen ihr zweifelhaftes Geschäftsvorhaben damit, dass sie Geld für die Zucht und den Schutz der Rhinos brauchen. Alle Warnungen vor einer Legalisierung des Handels, der den Konsum in Asien weiter anfachen, sowie Schmuggel und Wilderei anheizen würden, stoßen bei ihnen auf taube Ohren.
- Pharmakonzerne
Auch chinesische Pharmakonzerne fördern die Einführung lebender Nashörner, um sie für „medizinische Zwecke“ zu benutzen. Mit der Handelserlaubnis würde deshalb ein Markt für ein Produkt angekurbelt, das keinerlei medizinische Wirkung hat. Dafür würden alle Nashorn-Arten in Gefahr gebracht werden.
- Task Force Rhino
Baumklettern zum Schutz der Nashörner: Die Task Force Rhino unterstützt Anti-Wilderer- und Aufspürspezialisten im Savé-Tal in Simbabwe, wo über 25 % der stark gefährdeten Spitzmaulnashörner des Landes leben. Um die Wilderei zu bekämpfen, haben die ATS Baumklettertechniken eingeführt, um die großen Affenbrotbäume zu erreichen. Sie können als Aussichtspunkte oder sichere Lagerplätze fernab von Raubtieren dienen.
Dank dieser Initiative wächst die Nashornpopulation stetig.
- Politisches Engagement
Angetrieben wird das Elend von der hohen Nachfrage an Horn in Asien und von international agierenden, kriminellen Syndikaten. Wenn die Nashörner in Afrika und Asien gerettet werden sollen, muss die Nachfrage eingedämmt und der Handel und die Korruption konsequent bekämpft werden. Dazu gehört auch, dass alle beteiligten Länder eng zusammen arbeiten, die internationalen Drahtzieher verhaften und hinter Gitter bringen. Erst wenn der Konsum von Nashorn-Horn zum Tabu wird, haben die Nashörner noch eine Chance.
„Stoppt das Artensterben – Rettet die Nashörner.“
Wirklich jeder kann durch bewusste Entscheidungen, Aufklärung und Engagement im Alltag einen Beitrag leisten! ♡

Mein Bild zeigt ein enthorntes Nashorn. Der Betrachter fühlt den Schmerz, kennt aber nicht dessen momentanen Zustand, in welchem sich das Nashorn befindet. Auf dem abgesägten vorderen Horn sitzt ein Schmetterling. Schmetterlinge symbolisieren Transformation, Neuanfang, Leichtigkeit und die Seele. Die Kraft, welches das Nashorn symbolisch hier und jetzt benötigt! ♡
„For our horn we’re chased and slain,
through dust and shadow, fear and pain.
A prophecy once softly told
now rises, fierce, begins to unfold.“
-Jens-Wegen unseres Horns werden wir gejagt und getötet,
durch Staub und Schatten, Angst und Schmerz.
Eine Prophezeiung, einst leise geflüstert,
erhebt sich nun, unerbittlich, und beginnt sich zu erfüllen.
-Jens-
Nashorn
Nashorn | Plakat
Künstler: Niki Dancker
Titel des Werkes: Plakat | Nashorn enthornt
Größe: 29,7 cm x 42 cm
Farbe: Aquarell | Acrylfarbe, Kreide
Papier: Aquarellblock A3 300 g/m²
Entstehungsjahr: März 2026
Fazit: Nashörner sind massiv bedroht. Um das Aussterben zu verhindern, sind dringende Maßnahmen zur Rettung der Tiere und zum Schutz ihrer Lebensräume notwendig.
★
Herzschatz´liche Grüße
Eure Niki ✿
