April-Bild | Taube
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Das Leben von Stadttauben ist geprägt von Nahrungsmangel, Krankheiten und Ablehnung durch den Menschen. Obwohl Tauben als Symbol für Frieden gelten, werden Stadttauben, die von entflogenen Haustauben abstammen, oft als „Schädlinge“ betrachtet.
Tauben sind somit keine Wildtiere, sondern die verwilderten Nachkommen domestizierter Haus- und Brieftauben. Da ihnen durch Züchtung ein extremer Bruttrieb („Dauerbrüten“) beigebracht wurde, vermehren sie sich auch unter schlechtesten Bedingungen bis zu siebenmal im Jahr.
Hauptgründe vom Taubenleid
Hunger und Fehlernährung: Stadttauben finden kaum artgerechtes Futter (Körner und Samen). Sie überleben mühsam von Essensresten und Müll, was zu chronischem Durchfall, Mangelernährung und einer Schwächung des Immunsystems führt.
Geringe Lebenserwartung: Während gut versorgte Haustauben bis zu 20 Jahre alt werden können, sterben Stadttauben aufgrund der harten Bedingungen meist bereits nach zwei bis drei Jahren.
Verletzungen und Krankheiten: In der Stadt lauern Gefahren wie Abwehrstacheln (Spikes) oder Netze, die oft zu schweren Verletzungen führen. Zudem verfangen sich ihre Füße häufig in Müll oder Haaren, was die Durchblutung stoppt und zum Verlust von Gliedmaßen führt.
Menschliche Ablehnung: Sie werden oft als „Ratten der Lüfte“ stigmatisiert. In vielen Städten herrschen Fütterungsverbote, die die Not der Tiere verschlimmern, ohne die Population nachhaltig zu senken.
Kein Zuhause: Da sie von Felsentauben abstammen, brüten sie instinktiv auf harten Simsen und Nischen an Gebäuden („Felsenersatz“), wo sie jedoch ständig vertrieben werden.
„Fütterungsverbot heißt schlussendlich, sie verhungern langsam.“
Taubennamen
Die Tauben, von mittelhochdeutsch tūbe, sind eine artenreiche Familie der Vögel. Sie sind die einzige Familie der Ordnung der Taubenvögel. Eine männliche Taube heißt Tauberich, Täuberich, Tauber oder auch Täuber. Eine weibliche Taube wird manchmal auch Täubin genannt.
„Man muss die Taube nicht zwingend lieben, doch respektieren muss man sie allemal.“
-Deutscher Tierschutzbund-
Taubenarten
In Mitteleuropa gibt es nur fünf häufige Arten:
- Ringeltaube: Die häufigste heimische Ringeltaube hat ein graublaues Gefieder. Am Hals trägt sie einen türkisfarbenen und weißen Fleck. Im Flug sind breite weiße Flügelspiegel zu sehen. Die Iris ist hellgelb.
- Türkentaube: Die Türkentaube ist bei uns ein ausgesprochener Kulturfolger. Bruten außerhalb menschlicher Siedlungen kommen nur selten vor und auch im Winter hält sich die Türkentaube bevorzugt in Dörfern und Stadtgebieten auf. Erkennbar am schwarzen Nackenring.
- Hohltaube: Die Hohltaube ist ein Kulturfolger und sowohl in unseren Stadtparks anzutreffen als auch in Wäldern und sogar an der Küste. Sie ist sehr scheu und nicht so schnell zu entdecken. Als einzige Taubenart sucht sie sich zum Brüten verlassene Baumhöhlen aus, daher hat sie auch ihren Namen.
- Turteltaube: Insbesondere die Turteltaube gilt überregional als Symbol großer, andauernder Liebe. Vom kosenden Verhalten dieser Tauben rührt der Ausdruck „turteln wie die Täubchen“ her, der den Umgang von Verliebten miteinander beschreibt. Eine eher kleine, scheue Art.
- Rassetauben: Durch Zucht entstandene Formen: Rassetauben, auch Schönheits- oder Ausstellungstauben genannt, sind Haustauben, die nach einem festgelegten Rassestandard gezüchtet und nach den in diesem Standard festgelegten Schönheits- oder Leistungsmerkmalen selektiert werden. Weltweit existieren vermutlich mehr als 800 Rassen der Haustaube.
- Formentauben.
- Warzentauben.
- Huhntauben.
- Kropftauben.
- Farbentauben.
- Trommeltauben.
- Strukturtauben.
- Mövchentauben.
Zu den unzählige Zuchttauben-Rassen, die von Liebhabern gehalten werden kommen die Stadttauben. Sie sind keine spezifische, einzelne Taubenrasse, sondern Nachkommen verwilderter Haus-, Brieftauben und verschiedener Zuchttauben, die ursprünglich von der Felsentaube (Columba livia) abstammen. Sie sind eine Mischform (Hybridform), die durch Kreuzung freilebender Populationen entsteht.
Lebensorte
Tauben sind, mit Ausnahme der Polargebiete, weltweit verbreitet.
Bedrohung Taubenarten
Weltweit gibt es 351 Arten von Tauben in 49 Gattungen. Davon sind 117 Taubenarten bedroht.
Und trotzdem: Tauben dürfen in Deutschland im Jahr 2026 gejagt werden, allerdings unterliegt dies strengen jagdrechtlichen Vorschriften, Schonzeiten und regionalen Regelungen. Die Jagd ist auf bestimmte Wildtaubenarten beschränkt.
Da Stadttauben als Wirbeltiere unter den Schutz des Tierschutzgesetzes (TierSchG) fallen, darf ihnen ohne „vernünftigen Grund“ kein Schmerz, Leiden oder Schaden zugefügt werden.
Nichtsdestotrotz haben sie täglich viele Städte. Menschen und Gemeinden auf dem Gewissen, welche Taubenspikes aufstellen und die Tiere damit qualvoll zugrunde gehen.
„Respekt Taube“
-Wirbt für mehr Akzeptanz und ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Stadttaube-
Lösungsansätze für ein besseres Miteinander:
Betreute Taubenschläge: Hier erhalten die Vögel artgerechtes Futter und saubere Nistplätze.
Eiertausch: In den Schlägen werden echte Eier gegen Gipseier ausgetauscht, um die Population tierfreundlich zu kontrollieren.
Sauberkeit: Durch die Schläge wird der Kot an einem Ort konzentriert und landet nicht auf Gebäuden oder Gehwegen.

Ein Kunstbild, welches die Widersprüchlichkeit im Umgang der Tiere in unserer Gesellschaft aufzeigen soll.
-Niki Dancker-
Taube
Willkommen Taube
Künstler: Niki Dancker
Titel des Werkes: Willkommen Taube
Größe: 21 cm x 29,7 cm
Farbe: Acrylfarbe, Paste mit Spatel
Papier: Aquarellblock A4 300 g/m²
Besonderheit: Grobe Strichführung
Entstehungsjahr: April 2026
Bildbeschreibung:
In einer von Beton geprägten Stadt, finden Tauben nur selten Bereiche, in denen sie natürliche Nahrung bekommen. Deshalb habe ich auf der einen Seite, den Stadtteil in schwarz und weiß gehalten, er soll eher negativ dargestellt sein. Die Pinselführung ist somit grob gehalten.
Auf der anderen Seite gibt es zwischen den Parklücken oder Stadtparks mittlerweile auch Grünanlagen, beziehungsweise farbenfrohe Blumeninseln, welche Lebensfreude und das „Willkommen“ der Tiere aufzeigen soll. Hier habe ich mit hellen und leuchtenden Farben gearbeitet.
Der verloren gegangene Kompass wird nur grob dargestellt und soll den Richtungsweiser für den Taubenschutz symbolisieren.
Nichtsdestotrotz ist das Angebot für die vielen Vögel, ohne wirklich passendem Aufenthaltsangebot unsagbar groß. Vereinzelte Taubenschläge reichen für das Management von Stadttauben nicht aus!
Mit der Widersprüchlichkeit im Umgang der Tauben ist zum einen der Hype um Hochzeitstauben und Zuchttauben gemeint und im Umkehrschluss die Ablehnung der wilden Stadttauben, welche als Belastung gesehen werden angesprochen.
Fazit: Das Leben von Tauben ist ein täglicher Kampf ums Überleben und es benötigt sichere, geschützte Rückzugsorte in einer für sie oft feindlichen urbanen Umgebung. Lasst uns gemeinsam gegen dieses Leid aufmerksam machen.
Extravermerk: Bitte lasst Eure Kinder keinen Tauben hinterherrennen. Das macht ihnen Stress und Angst!
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Herzschatz´liche Grüße
Eure Niki ✿