Monat: September 2019

Advent im Wortkino

#Weihnachtszeit #Advent #Theater #Kunst #Bildung #Schule #Kreativ #Gemeinsamkeit ❇ ❈ ❅ ❄ ❆

Wir erreichen die Bühne  „Wortkino“  von Dein Theater in Stuttgart.

Wortkino · Werastraße 6 · 70182 Stuttgart

Am 18. Februar 1999 wurde das Wortkino vom Ensemble des Dein Theater gegründet. Dein Theater ist ein Zusammenschluss freischaffender Künstlerinnen und Künstler. Als Privattheater besteht es seit 1984. Dein Theater ist ein Theater auf Bestellung. Wer Veranstaltungen mit künstlerischen Darbietungen ergänzen möchte, kann Dein Theater bestellen. Fünfzehn Jahre nach Gründung des Theaters auf Bestellung wird eine eigene Spielstätte, das Wortkino, eröffnet.

Erinnern wir uns noch an Friedrich den Großen, Johannes Kepler, Philipp Melanchthon, Martin Luther, Franziska von Hohenheim, die Weiber von Weinsberg, an Hermann Hesse, Ottilie Wildermuth, an Konrad Adenauer, an Rose Ausländer, an deutsche Schlager, an die Weiber von Schorndorf, an Friedrich Schiller, Albert Schweitzer, Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Busch, Sebastian Blau, Selma Lagerlöf, Wolfgang Borchert?

Welche Realitäten verbinden sich mit ihnen? Was verbindet sich für Sie mit Liebe, Eifersucht, Blumen, Wald, Früchten, mit Schlesien, mit Schleswig-Holstein, Bayern, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Schwaben, Baden, Österreich, Schweiz, England, Frankreich, USA?

Im Wortkino leben Dinge und Menschen in gesprochener Sprache und Gesang, in Bild, Ton, Malerei und Licht auf. Darstellerinnen und Darsteller des Ensembles bereisen Herkunfts- oder Lebensorte verstorbener Dichterinnen, Dichter, Philosophinnen, Philosophen und erzählen aus heutiger Sicht von Ereignisorten und vom Verhältnis zu nicht mehr verfügbaren Menschen, die verfügbare Werke hinterließen.

Im Wortkino erleben wir Begegnungen mit gewesenen Persönlichkeiten, mit signifikanten Sagengestalten, mit bedichteten und besungenen Tieren, Wäldern, Wiesen, Wetterphänomenen, Landschaften, Siedlungen, Ereignisplätzen, mit bedachten Problemen, mit Chaos und Ordnung.

Unser heutiges Stück: Advent im Wortkino

Ein Programm von Hans Rasch

„Im Kind ist Freiheit allein. In ihm ist Frieden; es ist noch mit sich selbst nicht zerfallen. Es kennt die Dürftigkeit des Lebens nicht. Es ist unsterblich, denn es weiß vom Tode nichts.“

-Friedrich Hölderlin, 1770-1843, aus: Hyperion)

Teil 1:

Wie Gott erschien in Warmond

Erzählung von Maarten ´t Hart (*1944)

Warmond ist ein Dorf in der gleichnamigen Gemeinde in den westlichen Niederlanden, nördlich von Leiden in der Provinz Südholland. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 14,42 km, davon 4,42 km Wasser und hat knapp 5000 Einwohner. Einer davon ist Maarten ´t Hart.

In seiner Erzählung „Wie Gott erschien in Warmond“ fragt ein etwa zehnjähriger Junge am Warmonder Zolltor einen älteren Herrn an der Fahrradampel nach dem Weg zu Gott. Gott wohne in Warmond, erzählt der Junge, er sei schrecklich groß, habe einen mächtigen Bart und weiße Locken auf dem Kopf. Bei ihm wolle er klingen, um Hilfe für seine kranke Mutter zu erbitten. Auf ihren Fahrrädern machen sich der ältere Mann und der Schuljunge in Warmond gemeinsam auf die Suche nach Gott.

Pause

Teil 2:

Die alte Geschichte

Eine musikalisch-literarisches Programm

♪ Alle Jahre wieder ; Friedrich Silcher
● Jedes Jahr im Advent
♪ Es ist für uns eine Zeit angekommen; Schweizer Sterndreherlied aus dem 19. Jahrhundert
● In fast allen Sprachen der Welt
● Das Dekret
♪ O little Town of Behtlehem; England, 16. Jahrhundert
● Fremde in Bethlehem
♪ A las doce de la noche; aus Chile
● Die Hirten I
♪ Engel auf den Feldern singen, Altfranzösisches Weihnachtslied
● Die Hirten II
♪ Kommet, ihr Hirten Böhmische Volksweise 1870
♪ Stille Nacht, heilige Nacht; Oberndorf bei Salzburg 1818
● Die Gelehrten aus weiter Ferne
♪ Melchior und Balthasar, aus Frankreich
● Der König Herodes
♪ Die heiligen drei Könige mit ihrem Stern, Sternsingerlied aus dem 16. Jahrhundert
♪ Dormi, dormi; aus Tessin
● Flucht nach Ägypten
♪ Mariä Wiegenlied; aus Schlesien
● Der Kindermord
♪ Gesú Bambin l´‘e nato; aus dem Piemont
● Im ägyptischen Asyl
♪ Still, still, still; aus dem Salzkammergut um 1800
● Rückkehr nach Nazareth
♪ Oh Du fröhliche, oh Du selige, Marienlied aus Sizilien
● Jedes Jahr im Advent

Musikeinspielungen

Jedes Jahr im Advent,

wenn das Volk nach Waren rennt,

Fragen, die ein jeder kennt,

Friede ist nicht,

nur Zuversicht.

-Hans Rasch (*1939)-

Fazit: Erzählungen, weihnachtliche Episoden und Lieder rund um das Christfest mit Norbert Eilts und Ellen Schubert ist ein neues literarisch-musikalisches Programm zum Advent. Wir möchten Euch motivieren die Kleinkunstbühne zu besuchen und Euch auf den weihnachtlichen Zauber einzulassen. Es lohnt sich. ✩ ✮ ✯ ✰ ☆

Berlin | Curryvurst-Challenge

#Berlin #Sommer #Sonne #Hauptstadt #Mauer #Veganfeeling #pflanzlich #tierleidfrei #Liebepur

Unser Berlin-Kurztrip-Wochenende in unserer Hochzeitsstadt Berlin ist ein Traum. Knappe 30° und Sommerfeeling-pur. Nach einer kurzen Nacht im ICE und der Einkehr im Hotel ist unser erstes Ziel das Schloss Charlottenburg. Wir laufen an der Spree entlang, durch den Park dem Schloss entgegen.

Wir dürfen unsere Fotos nicht alle veröffentlichen, trotzdem können wir Euch sagen, dass sich ein Besuch im Schloss Charlottenburg wirklich lohnt.

Traumhaft schön ist die Parkanlage, besonders die farbenfrohen Blumen und die Statuen.

Im Belvedere im Schlossgarten erwarten uns Porzellangegenstände der königlichen Familie. Es diente dem König als Aussichtspavillon und Teehaus. Auch die mystischen Geisterbeschwörungen der Rosenkreuzer, eines Geheimordens, dem Friedrich Wilhelm II. angehörte, fanden hier statt. Ziemlich gruselig, oder?

Das Mausoleum: Königin Luises Tempel für die Ewigkeit

Besonders beachtenswert ist das Mausoleum im nordwestlichen Schlossgarten, das König Friedrich Wilhelm III. für seine jung verstorbene Gemahlin Luise in Form eines kleinen antiken Tempels errichten ließ. In der für die Öffentlichkeit unzugänglichen Gruft unter der Gedenkhalle sind außerdem die zweite Gemahlin Friedrich Wilhelms III. – Fürstin Auguste von Liegnitz – und Prinz Albrecht, der jüngste Sohn Luises und Friedrich Wilhelms III., sowie das Herz des in der Potsdamer Friedenskirche beigesetzten Friedrich Wilhelms IV. bestattet worden.

Die Besichtigung und vielen neuen Eindrücke machen uns hungrig. So machen wir uns auf den Weg und landen bei….Attila. ツ Bei unserem vierten Berlin-Besuch schaffen wir das endlich. So genial und die Mitarbeiter sind ganz arg freundlich.

Der Burger ist unfassbar gut und wir versuchen ganz dezent durch die Blume darum zu bitten, doch bei uns in Stuttgart einen Attila-Burgerladen zu eröffnen. ツ Naja, Spaß beiseite, so lange dies noch in den Sternen steht lassen wir uns solange hier den Burger schmecken und wie ihr seht bleibt natürlich nichts, aber auch kein Krümelchen übrig. Wir kommen definitiv wieder.★??

Im „Extrablatt“ machen wir eine Pause um uns etwas zu trinken zu kaufen und sehen, dass auch hier veganes Essen möglich wäre.

So meine Lieben, jetzt müsst ihr Euch warm anziehen, denn wir starten unsere veganisierte Testreihe zur „Berliner Currywurst“. Zu sagen ist, dass es sich hierbei um keine ausgewogene vegane Ernährung handelt, es an sämtlichen Vitaminen und Mineralstoffen mangelt und den Anforderungen einer gesunden, ausgewogenen Kost nicht standhält. Das heißt wir haften für keine Mangelzustände und  gesundheitlichen Schäden. Falls ihr mutig seid, könnt ihr aber unser Ergebnis gerne prüfen und gegebenenfalls relativieren. Ich kann aber sagen, dass wir die beiden Tage überstanden haben und noch in gutem gesundheitlichem Zustand sind. Auch ganz wichtig: Geschmäcker sind verschieden, wie schon mein Seelendiamant und ich während der Testreihe feststellen dürfen. Hier möchten wir Euch vorab aber auch noch ein Youtube-Video empfehlen zum Thema vegane Wurst, falls ihr daran zweifelt, ob Ersatzprodukte von Nöten sind: Veggie-Operation Currywurst – Bundeswehr-Soldaten bewerten Currysaucen – Rach tischt auf!“. Wirklich sehenswert und es zeigt, dass bei den Carnivoren der Kopf entscheidet.

Den Anfang machen wir bei „Curry36“. Eine Imbissbude mehrmals in Berlin vertreten. Meine erste Berliner Currywurst!! Ich habe vorher so etwas noch nie gegessen. Der erste Biss und… mir wird ganz anders: Ich kann nicht glauben, dass die Vurst vegan ist und versuche sie zu analysieren. Auch der Gemüsekobold ist sich gerade nicht ganz sicher. Das macht mich natürlich nervös. Ich gehe zur Verkaufstheke und vergewissere mich, dass keine Verwechslung zustande gekommen ist. Eigentlich möchte ich das Essen zurückgeben. Aber fast wie aus einem Munde rufen drei Personen aus der Küche gleichzeitig: „Doch, die ist vegan“. Nach dieser Aussage kann ich die Vurst nun genießen und gewöhne mich an den doch tierischen Beigeschmack. Obwohl dies bei mir auch tatsächlich nur kopfsache sein kann. Die Currysoße an diesem Stand fällt bei uns leider durch, da für uns zu süß und zu wenig Currygeschmack und umwelttechnisch auch keine Plastikgabeln verwendet werden müssen. Ein no-go.

Die nächste Curryvurst kaufen wir bei „Bergmann Curry“. Ein fast unscheinbarer, kleiner Laden mit Fotos von Kunden und deren Resumée zum Essen. Insider behaupten, dass es hier die beste vegane Currywurst seit 6 Jahren gibt. Der junge Mann ist sehr freundlich und behält die Ruhe, auch wenn sich teilweise schon Schlangen bilden. Da er alles frisch und eigenhändig macht, braucht es etwas Zeit, aber der Unterschied zur vorherigen Vurst ist deutlich zu schmecken. Wir bestellen scharf und die Chillikörnchen zieren das Bild. Außerdem gibt es Holz-Gäbelchen. Top!

Auf einer Sitzecke an der Straße nicht weit der Bergmann-Currybude nehmen wir Platz und sind Mitten im Leben. Als ich probiere, gleicht die Soße einer Geschmackexplosion: Leicht scharf, tomatig und würzig. So stelle ich mir eine echte Berliner Curryvurst vor und dass, obwohl ich so etwas noch nie in meinem Leben probiert habe. Meine Seelenhälfte meint aber, es kommt der Originalen so ziemlich nahe. Während unseres Berlin-Besuches waren wir dann noch ein zweites Mal hier. Das sagt eigentlich alles. Volle Sternenpunktzahl. ★*★*★

Am Abend sind wir im Vaust“, ein komplett veganes Lokal. Wir werden sehr nett empfangen und dürfen den Platz frei wählen, obwohl schon sehr viele Reservierungen für diesen Abend anstehen. Das gefällt mir. Wir bestellen uns eine Curryvurst, aber ohne Brot, was leider nicht möglich ist, da uns der Kellner davon überzeugen möchte, dass Brot einfach dazu gehört. Auch zum Tunken sei das Brot unumgänglich meint er. Das stößt bei mir natürlich auf, da ich, aus welchen Gründen auch immer, schon selbst bestimmen möchte was ich zu mir nehmen will und kann und was nicht. Jens ist neugierig und lässt sich überreden. Also dann eben doch mit Brot.

Leider gibt es kein Foto von dieser Mahlzeit, es war aber sehr schön angerichtet. Mein Traumpartner sagt, dass es ihm gut geschmeckt hat, die Soße aber von sehr fester Konsistenz war. Und zum Brot-Dippen war von der Soße leider nichts mehr übrig. Probiert einfach selbst.

Gut gelaunt steuern wir am nächsten Tag „Curry at the wall“ an. Ein älterer sehr freundlicher Mann beglückt uns nach der veganen Bestellung mit den Worten:

Verkäufer: „Ihre vegane Curryvurst besteht aus 40% Protein“

Der Zauberkobold lächelnd: „Das ist mir egal, hauptsache KEIN Tier“.

Unser Testurteil: Die Vurst ist ganz anders als die zuvor getesteten. Eine andere Marke eventuell und erinnert etwas an die fränkische Art. Meiner Meinung nach aber trotzdem sehr lecker. Die Vurst und die dazugehörige Soße sind spitze. Hier könnt ihr gerne essen gehen.

  • Platz 1 der von uns getesteten „Berliner Curryvurst“ geht an „Bergmann Curry“. 
  • Platz 2 an „Curry at the wall“ 
  • Platz 3 an „Curry36“ und „Vaust“ 

Today it´s Football-time und Bayern spielt gegen Mainz. Wir kehren im Hofbräu-Haus Berlin ein und wissen schon im Vorfeld, dass eine private Veranstaltung die Übertragung des Spieles verhindert. Doch nichts ist unmöglich hier in Berlin und die überaus freundlichen Mitarbeiter ermöglichen uns tatsächlich die Live-Übertragung des Fussball-Spiels.

Dafür sind wir Euch so dankbar und auch glücklich, dass sich nach und nach auch andere Fans zu uns gesellen.

Kulinarisch sind wir auch hier bestens versorgt: Schwarze Gnocchi auf Tomatensoße mit Rucola und auch die Brezeln sind pflanzlich.

Gewonnen haben wir 6:1, was wir natürlich mächtig gefeiert haben. Da staunt ihr bestimmt: Aber auch wir Pflanzenesser können das Leben ab und an feiernd genießen. ツ

Fazit: Zu erwähnen ist hier noch einmal Attilas Burger, den Jens mit „absolut top“ umschreibt. Ansonsten ist unser Testprojekt der Berliner Curryvurst natürlich nicht zu empfehlen, wenn ihr Euch vollwertig, bio vegan und gesund ernähren wollt. Die absolute Ausnahme also. Ihr dürft unsere Empfehlungen aber gerne zum Anlass nehmen, die ein oder andere Curryvurst als Privileg in Berlin zu testen. Wir haben die zwei Test-Tage jedenfalls überlebt und freuen uns nun wieder auf das Powerfood in unserem eigenen Zuhause. Tschüss Berlin, bis bald.

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