Monat: September 2018

Speyer

#Ausflug #Stadt #Speyer #Reise #Kultur #Kirche #Kaiser #König

Endlich Weekend und was machen wir? Wir reisen nach Speyer.

Speyer ist eine Stadt am Oberrhein und gehört zu Rheinland-Pfalz. Als römische Gründung, damals Noviomagus oder Civitas Nemetum (Hauptstadt des Stammes der Nemeter) genannt, ist sie eine der ältesten Städte Deutschlands und wurde als Spira um 600 Zentrum des Speyergaues. Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sehr interessant.

Unsere erste Station war die Kapelle am Adenauerpark, mit Einbindung des jüdischen Friedhofes. Dort haben wir auch das Grab von Helmut Kohl gefunden. Mir war nicht mehr im Gedächtnis, dass der ehemalige Bundeskanzler hier seine letzte Ruhe fand. Helmut Kohl liebte Speyer, er fuhr dort oft zum Beten hin. Er verehrte die Staufer, was den Wunsch zu seiner Beisetzung in dieser Stadt erklärte.

Auf der Suche nach der Dreifaltigkeitskirche fanden wir erst Einkehr in der St. Josef Kirche. Die filigrane Heiligenfigur dieses Apostels spricht mich so sehr an, dass ich Euch dieses Bild nicht vorenthalten möchte. Wunderschön und magisch. Ich kann einfach immer nur darauf schauen.

Des späteren haben wir dann, inmitten der schönen Altstadt, in der protestantischen Dreifaltigkeitskirche zwei Kerzen angezündet. Für uns, in voller Liebe. Der Eintrag ins Gästebuch war selbstverständlich.

Weithin bekannt ist Speyer durch seinen Kaiser- und Mariendom. Er ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Natürlich bestiegen wir die Turmspitze und waren…enttäuscht. Kein Vergleich zum Ulmer Dom! Romanische Kirchen sind die Weiterentwicklung der frühchristlichen Basilika. Der romanische Baustil ist deshalb schlicht. Rundbögen gibt es an Fenstern und Portalen. Vier Türme rahmen den Kaiserdom ein. Sie sind 71,20 m bzw. 65,60 m hoch.

Von hier oben können wir das rege Treiben der Marktleute und der Besucher beobachten. Ein Gewusel wie in einem Ameisenhaufen.

Eine Unterkirche, die sogenannte Krypta, befindet sich unterhalb des Chorraums. Begraben sind hier vier Kaiser, drei Kaiserinnen und Könige aus den Häusern Habsburg, Staufen und Nassau. Die Gewölbe hier unten sind fast sieben Meter hoch. Charakteristisch sind die Gurtbögen aus abwechselnd rotem und gelbem Sandstein. Hier ist die göttliche Ordnung versinnbildlicht, die dem Leben des christlichen Menschen Struktur und Sinn gibt.

Von der Krypta gelangen wir zu der schlichten Grablege der mittelalterlichen Kaiser und Könige. Die Steinsarkophagen, zum Teil noch im Original erhalten, bergen die sterblichen Überreste der vier salischen Kaiser, zweier Kaiserinnen und eines Kindes. Wobei hier auch weitere Herrscher über 200 Jahre hinweg bestattet wurden. Irgendwie ein mulmiges Gefühl hier unten.

Dieses Steinrelief an der Seitenwand der Vorkrypta hat mich ganz schön fasziniert. Dargestellt ist ein im Dom bestatteter Kaiser oder König. Die Menschen ohne Köpfe dargestellt hinterlassen bei mir ein großes Fragezeichen.

Am Rhein entlanglaufend verfolgen wir das Schiffstreiben: Die Binnenschifffahrt spielt eine wichtige Rolle für den Güterverkehr in Europa. Übrigens ist der heilige Johannes von Nepomuk unter anderem der Schutzpatron der Schiffer und Flößer.

Eine alte Speyerer Sage:
„Des Fährmanns Traum vom Dom kommend ziehen die Kaiser über den Rhein um in großer Not dem Reich zu helfen. Sie rufen: Fährmann hol über!“

Unsere letzte Etappe führt uns an den Wammsee.

Mit insgesamt knapp 30.000 Schritten gelangen wir zum Bahnhof und… verpassen den Zug. So stürzen wir uns abermals in das bunte Markttreiben und stellen fest, dass wir uns auf dem größten Bauernmarkt der Pfalz befinden. Wir probieren den neuen Wein an einem Marktstand und schwelgen im siebten Himmel. Zuckersüß und für uns kaum nach Wein schmeckend. Eigentlich wäre ich am liebsten dortgeblieben und hätte mich durch alle Rebsorten probiert. Doch die Heimreise stand bevor und wir liefen, bestückt mit einem Glas Wein, dem Bahnhof entgegen.

Fazit: Speyer ist ein entzückendes Städtchen mit verwinkelten Gassen und einem südländischen Flair. Nach unserer Tagestour fühlt es sich wie ein Kurzurlaub an. Wunderschön der Tag.

Ulmer Münster

„In Ulm und um Ulm und um Ulm herum“.


Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen und was machen wir zwei Verliebten? Wir fahren mit dem Zug nach Ulm, mit einem erste Klasse-Ticket. Nobel, nobel. Dafür bin ich meiner Seelenhälfte unendlich dankbar.
Das obige Sprichwort ist zwar als Zungenbrecher bekannt, beschreibt aber unsere Aktivitäten in dieser Stadt am heutigen Tag sehr genau. In Wiki ist das Stadtbild folgendermaßen beschrieben:

„Ulm ist eine mittelalterliche Stadt im süddeutschen Bundesland Baden-Württemberg. In der Stadtmitte befindet sich das imposante Ulmer Münster, eine jahrhundertealte Kirche im gotischen Baustil. Ihr Kirchturm bietet Blick auf die Stadt und bei klarem Wetter lassen sich sogar die Alpen erkennen. Das Rathaus zeichnet sich durch seine Fassade aus der Frührenaissance, seine Fresken und seine astronomische Uhr aus dem 16. Jahrhundert aus. Die engen Gassen des Fischerviertels, einem Stadtteil an der Donau, werden durch Fachwerkhäuser geprägt.“

Das Ulmer Münster! Wie zwei kleine Ameisen stehen wir vor diesem gigantisch hohen Gebäude. Unfassbar wie die Türme in den Himmel ragen. Der Entschluss, die Treppen zu erklimmen um die oberste Spitze der Kirche zu erreichen fällt spontan und relativ zügig. Also die ersten Runden waren spaßig. Wir erzählen, lachen und schauen immer und immer wieder aus den kleinen Fensterluken, die mit Eisenstangen das mögliche Herunterfallen verhindern. Um einem Drehwurm vorzubeugen, ändert sich die Laufrichtung einmalig im unteren Teil. So weit, so gut.

Wir steigen immer weiter und weiter. Kommen uns Menschen entgegen, klammere ich mich anfangs noch an die äußeren Mauern. Später dann, im oberen Teil, bittet mich mein Gemüsekobold mich an der Innenseite festzuhalten.

Interessant sind die verwendeten Baumaterialien: Alle Kanten des Kirchenschiffs und fast alle Teile der Türme sind aus Sandstein (in neugotischen Teilen teilweise auch Kalkstein) und üppige Steinmetz-Arbeiten. Dadurch fällt wenig auf, dass die Außenmauern größtenteils aus Backstein errichtet sind, der auch offen in den Fassaden zutage tritt. Damit steht das Münster einerseits stilistisch den klassischen Werksteinbauten der Gotik nahe, lässt sich andererseits aber auch als Backsteinkirche betrachten. Mir persönlich ist zu diesem Zeitpunkt nur wichtig, dass, welcher Stein auch immer, alles fest zusammenhält. Meine Seelenhälfte beteuert auch stets, dass diese Mauern zu 100% sicher sind.

Wasserspeier an der Westseite des Münsters können wir mit der Kamera einfangen. Beim Bau der Strebepfeiler am Münster, die dem Haus Stabilität verleihen, werden genau diese phantasievolle Figuren aus Stein geschaffen, durch die das Wasser nach außen „gespuckt“ wird. Unter den Figuren befinden sich Tiere wie Elefanten, Fische und Vögel sowie menschliche Gestalten und Drachentiere. Von einem Vogelstrauß ist allerdings nur das Hinterteil zu sehen. Der Legende nach soll sich diesen Gag ein Geselle ausgedacht haben: Er hatte sich in die Tochter des Meisters verliebt, die er nach der Zunftordnung aber nicht heiraten durfte. Nun sollte der Geselle eine Tierskulptur erschaffen – und frei nach dem Motto von Götz von Berlichingen zeigte der Strauß den Hintern direkt in die Richtung, wo der Meister wohnte. Ob der Geselle sein „Schätzle“ bekam oder nicht, ist unbekannt. Was für eine schöne Geschichte. Mir selbst ist es nicht möglich diese Figuren bildlich festzuhalten, da ich zum derzeitigen Zeitpunkt mit der Höhe zu kämpfen habe und bedacht darauf bin mich festzuhalten.

Das letzte Stück hat es dann in sich. Einspurig ist der höchste Punkt zu erklimmen. Der Hauptturm misst über 768 Stufen bis zu einer Galerie im oberen Drittel des Turmhelms. Von dort haben wir das eindrucksvolle Panorama der Stadt, ganz Oberschwaben bis zu den Alpen erblicken können. Der Gemüsekobold hat die Vorgeschichte, dass er als Kind nach ein paar Runden wieder abstieg. Mit dem heutigen Aufstieg hat er seine Angst über Bord geworfen und hat mit mir die 163 Meter Höhe erklommen.

Das Chorgestühl, mit Hunderten aus Eichenholz geschnitzten Figuren gefällt mir sehr gut. Eine Figur hat es mir besonders angetan: Die Tiburtinische Sibylle. Irgendetwas hat sie an sich, was mich fasziniert.

Unten angekommen zittern unsere Knie wie Espenlaub: Die Höhenluft, definitiv. ツ

Dann erkundigen wir die romantische Altstadt.

Den restlichen Tag in Ulm verbringen wir an der Donau, an welcher wir bis in die Abendstunden sitzen.

Auf der Rückreise müssen wir erst einmal unsere geliebten Mamas anrufen um voller Euphorie von unseren Erlebnissen zu berichten. Stolz sind wir auf uns, jawohl!

Fazit: Was für ein adrenalingeladener Tag in Ulm. Nicht nur, dass mir meine Seelenhälfte das Herz höher schlagen lässt, auch der Aufstieg aufs Münster brachte mich zum beben. Es war wunderschön!

Ludwigsburg

#Ludwigsburg #Kürbis #Herbst #Barock #Baden-Württemberg

„Vor jeder Tür ein Kürbis steht, damit Ihr Geister weiter geht. Lasst in Ruhe mein schickes Haus, ich sah Süßes beim Nachbarshaus.“

Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir Ludwigsburg, eine Stadt in Baden-Württemberg, etwa zwölf Kilometer nördlich der Stuttgarter Innenstadt.

Sie gehört zur europäischen Metropolregion Stuttgart. Seit 1956 ist Ludwigsburg große Kreisstadt. Das Residenzschloss, die umgebenden Grünanlagen und die Alleen prägen das Stadtbild.

Die Ludwigsburger Innenstadt wirkt wie ein gigantischer Maskenball, denn wir finden die „Venezianische Messe“ in der Barockstadt vor.

Interessant zu wissen: Vor 250 Jahren brachte Herzog Karl Eugen den Karneval nach Ludwigsburg. Seit 25 Jahren wird diese Tradition nun wieder gepflegt. Ganz interessant ist der Kunst- und Handwerkermarkt. Beschrieben wird er online folgendermaßen: „Venedigs Reichtum und Pracht beruhte auf einem ausgedehnten Handel zwischen christlicher und islamischer Welt und ließ die Lagunenstadt schließlich zu einem Zentrum der Renaissance werden. Dieser Tradition verpflichtet, bietet der Kunst- und Handwerkermarkt nicht nur typisch venezianische Produkte wie Murano-Glas, Gondelstücke aus ausgesuchtem Holz, venezianische Masken oder berühmte Stickereien von der Insel Burano, sondern auch Schmuck, Seidenunikate, Goldschmiede und Bildhauerarbeiten, Urholzmöbel und Körbe aus anderen Regionen Italiens. Rund 50 Händler, einige davon eigens aus Italien angereist, freuen sich darauf, ihre exklusiven Waren anzupreisen.“

Der Termin für die nächste Venezianische Messe steht bereits fest: Im September 2020.

Am Residenzschloss Ludwigsburg kommen wir beim besten Willen nicht vorbei. Das Schloss wurde zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg im Stil des Barock errichtet. Es ist eine der größten barocken Schlossanlagen Deutschlands.

Als Blühendes Barock werden die Gärten um das Residenzschloss in Ludwigsburg in Baden-Württemberg bezeichnet.

Eichhörnchen

Kürbis-Ameisen

Schnecke

Das Thema 2018 der Kürbisausstellung ist „Kürbis Wald“. Riesige Kürbis-Skulpturen sind zu sehen, Live Musik, Veranstaltungen, Schnitzkunst und Informationen rund um das Thema Kürbis.

Ein riesiger Sandkürbis fasziniert uns hier besonders. Die Skulptur hat eine Größe von ca. 3,5 m Länge x 3,5 m Breite x 3 m Höhe. Auf 12 m werden ca. 21 m² Tonnen Sand verwendet.

Auch findet hier der Speise- und Zierkürbisverkauf statt. Sorten wie Sweet Dumpling, Bischofsmütze, Halloween- und Schlangenkürbisse, Mesa Queen und Hokkaidos in den verschiedensten Farben und Formen sind vorzufinden.

Was für eine Farbenpracht!

Um den Märchenpark kommen wir zwei verliebten Zauberwälder natürlich nicht herum.

Schon gespenstig die verworrene Hexe. ツ

Kulinarisch ist auf der Speisekarte der Kürbisausstellung jedoch nichts veganes zu finden. Sehr enttäuschend in unseren Augen, da hätte ich mir etwas mehr Pfiff in der Speisenzusammenstellung und Zubereitung gewünscht.

Fazit: Insgesamt war der Besuch dieser barocken Hochburg ein Erlebnis. Da die vielen Angebote bei weitem nicht an einem Tag zu erleben sind, wird ein weiterer Besuch in Ludwigsburg nicht auszuschließen sein. Die Kürbisausstellung ist die Einstimmung auf den bald folgenden Herbstanfang.

Sylt

#Sand #Strand #Meer #Sonne #Wind #Muscheln #Quallen #Urlaubsfeeling #Lachen

Auf Sylt angekommen bringen wir als aller erstes das Gepäck in unser Appartement. Wir haben eine kleine, feine und vor allem saubere Unterkunft. Mich lechzte es nach der Nordsee und genau das war auch unser erster Gang. Ihr werdet es nicht glauben, bei strahlendem Sonnenschein sind wir spontan in das eiskalte Nass gesprungen. So salzig, aber schön.

Der Wind am folgenden Tag ist böig und nicht einzuschätzen. Der Blick auf die Wetterkarte sagt uns für den nächsten Tag einen windfreien, sonnigen Tag voraus. So entscheiden wir die geplante Fahrradtour nach List auf den folgenden Tag zu legen und fahren an diesem Tag mit dem Bus nach Hörnum. Dort angekommen setzen wir uns an den Strand, ganz nah am Wasser. Die Menschen um uns herum tragen Herbstsachen. Wir strotzen aber der kühlen Brise und machen es uns in Rock und kurzer Hose bequem. Ein paar einzelne Menschen wollen es wissen und stürzen sich in die kalten Fluten. Bewundernswert. Im Grunde durchaus möglich, nur erging es mir am ersten Badetag so, dass wir beide zu lange im kalten Wasser waren und mir die Kälte dann bis abends in den Knochen lag. Ein kurzes Baden ist demnach durchaus möglich. Zu lange würde ich das nicht mehr tun. Außer eine heiße Dusche ist direkt danach in Aussicht.

Nun eine ganz süße Geschichte vom Strand: Ich packe unser mitgebrachtes, veganes Käsebrot aus. Null Komma null Sekunden später haben wir einen ersten Gast vor uns sitzen: Eine Baby-Möwe. Diese findet den Anblick unseres Essens sehr verlockend. Zu verstehen. Wir erklären ihr freundlich, dass sie von uns nichts bekommen würde, weil Brot ja im Magen der Vögel aufquillt und sie sich selbst etwas zu essen suchen soll. Das findet die Madame nicht so toll. Gibt aber nach einiger Zeit auf und fliegt aufs Meer hinaus. Wir müssen lachen.

Am Samstag sind wir auf  List. Ein Naturerlebnis, unvergesslich. Anders als auf Hörnum, erstreckt sich dieses Ende von Sylt über Kilometer, bis zum Leuchtturm. Vom Schilfgras, über Muscheln, feinstem weißem Sand und den Hafen, bekommen wir alles geboten.

Eine Fahrt mit sehr vielen Runden erleben wir im Riesenrad. Von hier oben können wir über die weiten Flächen dieser Inselspitze sehen. Meine Zauberfee habe ich natürlich charmant wie ich nun mal bin liebevoll überredet. ツ Ihre anfängliche Skepsis löste sich bald schon auf und wir sind beide irrsinnig stolz hier oben zu sein.

Aber auch Quallen haben wir am Ufer entdeckt. Gut, dass wir schon vor dieser Entdeckung im Wasser war und nicht mit dieser Vorstellung hineingehen musste. Auf der anderen Seite der Insel, in Hörnum, war dies nicht der Fall, dort waren keine Quallen zu sehen. So unterschiedlich ist das. Natürlich muss ich gleich recherchieren um was für Individuen es sich hier handelte. Als Qualle, auch Meduse oder Medusa genannt, bezeichnet man ein Lebensstadium von Nesseltieren. Die meisten Quallen haben lange Tentakeln, die mit Nesselzellen ausgestattet sind. Diese sind über die Fangarme verstreut und bilden ein giftiges Sekret. Aua! Wir sind ganz froh diese netten Tiere nur vor uns im Sand liegen zu sehen.

In Hörnum wandern wir auf die Nordsee zugewandte Seite und erleben dort einen sehr starken Wind, welcher hohe Wellen mit sich bringt. Da bleibt es nicht aus, dass wir klamottenmäßig einen ordentlichen Wasserschwall abbekommen. Wir nehmen es mit Humor. Trotz kühler Temperaturen trocknet die Kleidung wieder relativ schnell.

Von unserer Terrasse aus können wir einen herrlichen Sonnenuntergang erleben. Überhaupt haben wir über den gesamten Tag Sonnenschein in unserer Wohnung. Außerdem steht uns ein originaler Strandkorb zu Verfügung. Diesen können wir jedoch nur begrenzt nutzen, da wir tagsüber die Insel erkundigen.

Einwurf Herzschatzfee: Am besten hat mir mein liebster Ehemann gefallen: Seine T-Shirts mit Info´s über Tierleid oder Tierrechte trägt er voller stolz an der Promenade, am Strand und in Einkaufsläden. Viele Blicke bleiben daran hängen und wir hoffen, damit Funken versprüht zu haben. Danke, an die wundervollste Menschenseele! ★

Kulinarisch ist an veganem Essen einiges geboten. Viele Lokale bieten außer den normalen Speisen eine vegetarische oder vegane Variante an. In einem Bioladen bestellen wir an der Verkaufstheke Gemüsebratlinge. Die Verkäuferin fragt zuvorkommend, ob sie uns Senf auf die Dinkelbrötchen machen soll. Wie entzückend von ihr. Und allemal informiert über unseren Lebensstil. Rein theoretisch hätte sie uns auch Butter anbieten können. Die Restaurants testen wir nicht und investierten unser Geld lieber in Einkäufe, um uns die Mahlzeiten selber zuzubereiten.

Fazit: Die Insel Sylt ist eine nordfriesische Insel, mehr nicht. Der Hype darum ist in unseren Augen völlig überzogen. Die teuren Preise allein für Mieten, Essen und Freizeit werden an die High Society angepasst, rechtfertigen aber nicht die überteuerten Angebote. Ansonsten sind wir schon ein bisschen in die Insel im Herzen verliebt.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner