Februar-Bild | Hai

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Haie zählen zu den ältesten Bewohnern unseres Planeten. Seit 450 Millionen Jahren durchstreifen sie die Ozeane und haben sogar die Dinosaurier überlebt. Doch inzwischen gehören die Haie zu der am meisten bedrohten Tiergruppe der Welt.

Unverzichtbar im Ökosystem Meer

Sie halten die Bestände ihrer Beute vital und gesund, sie sorgen für ein ausgeglichenes Verhältnis der Arten in den Lebensräumen und sie entnehmen alte und kranke Tiere und halten invasive Arten, dass heißt gebietsfremde Tiere in Schach. Durch ihre Wanderbewegungen verteilen sie außerdem Nährstoffe über das gesamte Ökosystem.

Das ökologische Gleichgewicht durch die Regulation von Beutepopulationen sichern uns die Haie in marinen Ökosystemen. Als „Gesundheitspolizei“ der Meere fressen sie primär kranke, alte oder langsame Tiere, was die Vitalität der Fischbestände fördert. Ein Rückgang der Haie destabilisiert marine Lebensräume.

Hauptfunktionen im Ökosystem

Regulierung der Nahrungskette: Sie verhindern, dass sich bestimmte Arten (beispielsweise mittelgroße Raubfische) zu stark vermehren, was wiederum die Nahrungsgrundlage von kleineren Fischen schützt.

Gesundheit der Bestände: Haie ernähren sich oft von alten, kranken oder langsamen Beutetieren. Dadurch wird die Verbreitung von Krankheiten unter Fischen reduziert.

Nährstofftransport: Durch ihre Wanderbewegungen zwischen verschiedenen Tiefen und Regionen verteilen sie Nährstoffe im Ozean.

Widerstandsfähigkeit (Resilienz): Gesunde Haipopulationen machen Ökosysteme widerstandsfähiger gegen klimatische Veränderungen und Umweltstress.

Haiarten

Es gibt weit über 500 Haiarten, die sich stark unterscheiden: Von den riesigen Planktonfressern wie Walhai und Riesenhai über Raubfische wie Weißer Hai, Tigerhai und Blauhai bis zu kleinen Bodenbewohnern wie den Katzenhaien oder spezialisierten Jägern wie dem Fuchshai und Hammerhai.

Die größten Hai- und Rochenarten, wie Walhai, Riesenhai und Riesenmaulhai, als auch die Manta- und Teufelsrochen, sind Filtrierer. Sie ernähren sich ausschließlich von Plankton und kleinen Schwarmfischen. Der Walhai zum Beispiel kann bis zu 20 Meter lang werden und ist der größte Fisch überhaupt. Es gibt aber auch Mini-Haie wie den Zwerghai, der mit circa 20 Zentimetern Länge schon ausgewachsen ist.

Bedrohte Meeresbewohner

Haie haben sich im Laufe der Zeit ihren Lebensräumen angepasst. Mittlerweile sind sie in Polargebieten, in Küstengewässern, in der Tiefsee oder sogar im Süßwasser vorzufinden. Einige wenige auch in Flüssen. Obwohl viele unter Schutz stehen, sind die Anpassungskünstler stark bedroht.

Ob Jäger oder Filtrierer, ihrem ärgsten Feind, dem Menschen, entkommen sie nicht, denn ihre größte Bedrohung ist die Überfischung.

Zusammenfassung Hauptgründe für die Bedrohung

  • Überfischung: Haie werden für ihre Flossen (für Suppen) und ihr Fleisch gefangen, sowie als ungewollter Beifang in Fischernetzen.
  • Langsame Fortpflanzung: Haie wachsen langsam, erreichen spät die Geschlechtsreife und haben wenige Nachkommen, was die Erholung der Bestände erschwert.
  • Beifang: Methoden wie die Langleinenfischerei fangen viele Haie unbeabsichtigt und töten sie.
  • Klimawandel: Veränderungen der Meerestemperaturen und Versäuerung beeinflussen Lebensräume und Nahrungsketten.

Folgen des Hai-Rückgangs

  • Das Verschwinden von Haien führt oft zu einem Übermaß an deren Beutetieren, was zu einem Zusammenbruch tieferer Ebenen der Nahrungskette führen kann.
  • Der Verlust von Haien bedroht die Biodiversität und kann Fischereibestände beeinträchtigen.
  • All dies macht Haie zu unverzichtbaren Schlüsselarten, die Ökosysteme intakt halten und für gesunde Fischbestände sorgen, von denen Millionen von Menschen abhängig sind.

Aktuelle Situation

  • Aktuell sind etwa ein Drittel der Hai- und Rochenarten vom Aussterben bedroht.
  • Zunehmende Gefährdung: Auch Populationen, die bisher nicht als gefährdet galten, gehen stark zurück.
  • Wichtige Arten betroffen: Selbst bekannte Arten wie der Weiße Hai und der Hammerhai sind stark gefährdet.

Wie können wir zum Schutz der Meere und Tiere beitragen?

Die wichtigsten Maßnahmen

  1. Plastikmüll im Meer reduzieren | stoppen

Kein Plastikmüll: Alternative: Wiederverwendbare Taschen, Flaschen und Behälter. Am besten auch kein Mikroplastik, was in Kosmetika und Reinigungsmittel enthalten ist.

Mülltrennung: Abfälle korrekt entsorgen und am Strand oder in der Natur Müll sammeln, damit er nicht ins Meer gelangt.

Synthetikfasern: Waschbeutel für synthetische Kleidung verwenden, um den Austritt von Mikrofasern zu verhindern

  1. Nachhaltiger Konsum

Fischkonsum: Auf den Fischkonsum verzichten. Hier würde in jedem anderen Ratgeber wohl der „bewusste Fischkonsum“ genannt werden, bei dem es ausreicht auf nachhaltige Quellen wie Siegel zu achten. Da wir uns für eine pflanzenbasierte Ernährung aussprechen und diese in unserem Alltag umsetzen, raten wir deshalb vom Fischkonsum ab.

Keinerlei Meerestiere: Am besten den Konsum aller Meerestiere vermeiden.

Vegan: Auf die pflanzenbasierte, umweltfreundliche vegane Ernährung umstellen. Mittlerweile gibt es viele tierleidfreie Convenience-Produkte, auf die ihr zurückgreifen könnt. Siehe auch unter unserer Test-Rubrik:
Convenience Food

Regional und Saisonal: Der Transport von Lebensmitteln und Gütern verursacht CO2, das zur Erwärmung der Meere beiträgt.

  1. Klimaschutz ist Meeresschutz

CO2-Ausstoß verringern: Der Klimawandel führt zur Erwärmung und Versauerung der Meere. Maßnahmen wie weniger Autofahren, umweltfreundliches Reisen und Energieeffizienz zu Hause tragen zum Schutz bei.

 Umweltfreundlich reisen: Kreuzfahrten und besonders Flugreisen am besten vermeiden, da diese große Mengen an Schadstoffen ausstoßen.

  1. Umweltschonender Lebensstil

Chemikalien minimieren: Nutzen Sie umweltfreundliche Reinigungsmittel, um Schadstoffe zu reduzieren, die über das Abwasser ins Meer gelangen.

Reisen: Keinen Tourismus unterstützen, der Korallenriffe zerstört (beispielsweise durch Ankern auf Riffen oder der Kauf von Souvenirs aus Korallen).

  1. Unterstützung und Engagement

Organisationen fördern: An Umwelt- und Tierschutzorganisationen spenden, die sich für Meeresschutzgebiete und den Schutz der Tiere einsetzen.

Initiativen: An lokalen Umweltschutzprojekten teilnehmen.

Wissen teilen: Informiert Euer Umfeld über die Bedrohungen der Ozeane und deren Tierwelt.

  1. Politisches Engagement

Gesetze: Forderungen nach strengeren Gesetzen gegen Plastikmüll, nachhaltigerer Fischereipolitik und der Einrichtung von mehr Meeresschutzgebieten unterstützen. So tragen wir miteinander aktiv dazu bei, die Biodiversität und Gesundheit der Ozeane zu erhalten und die Tiere zu schützen.

Wirklich jeder kann durch bewusste Entscheidungen im Alltag einen Beitrag leisten! ♡

Mein Bild zeigt eine Hai-Mutter mit Kind, welche sich in den scheinbar friedvollen Tiefen des Meeres fortbewegt. ♡

Hai

Hai | Ökosystem Meer

Künstler: Niki Dancker

Titel des Werkes: Hai | Ökosystem Meer

Größe: 21 cm x 29,7 cm
Farbe: Aquarell | Acrylfarbe, Kreide
Papier: Aquarellblock A4 300 g/m²

Entstehungsjahr: Februar 2026

Fazit: Haie sind massiv bedroht. Um das Aussterben zu verhindern, sind dringende Maßnahmen zur Rettung der Meere mitsamt seiner Tiere und zum Schutz ihrer Lebensräume notwendig. 

Herzschatz´liche Grüße

Niki ✿

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